SEO Strategie: Landingpages erstellen

Natürlich möchte jeder zu jedem Suchbegriff auf Platz 1 bei Google landen. Doch das ist nicht einmal extrem gut optimierten Seiten wie Amazon oder Wikipedia vergönnt. Deshalb sollte man für seine wichtigsten Themen gezielt Landingpages erstellen.

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Die Landingpage

Vor allem für gefragte Themen muss ein Publisher genau darüber nachdenken, auf welcher Seite und mit welchen Suchbegriffen seine Nutzer letztlich landen sollen. Und für diese Begriffe eine optimierte Landingpage erstellen.

Hat man beispielsweise vor, eine Seite für das neue Album von Blur zu bauen, sollte man nur genau eine Seite definieren, die die Hauptkeywords Blur und den Albumtitel „The Magic Whip“, sowie z.B. das Nebenkeyword „Album“ enthält. Plant man mehrere Texte und Beiträge zum Thema Blur dann sollte jeder dieser nachrangigen Beiträge Links zu dieser einen Landingpage enthalten, also z.B. „Neues Album: Blur – The Magic Whip“. Baut man mehrere Seiten mit denselben Keywords, dann kannibalisieren diese sich gegenseitig: Google weiß nicht mehr, welcher Text nun eigentlich der wichtigere ist und rankt keine von beiden vorne. Gute Landingpages geben Google und Usern das klare Signal: das hier ist die wichtigste Seite im Netz für mein Thema.

Also: nur eine Seite pro Suchbegriff/Keyword-Kombination!

Häufig werden Keywords zu ambitioniert gewählt. Wer eine Landingpage zum Thema „Depeche Mode“ erstellen will, muss sich schon ganz schön strecken, um an der Konkurrenz (einschließlich der Bandhomepage) vorbei zu kommen. Mit anderen Worten: es wird nicht gelingen. Oder wird extrem teuer.
Viel besser sind Landingpages für spezifischere Keyword-Kombinationen.

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Das Seeding
Interne Links auf diese Landingpages sind die Grundlage, damit möglichst viele Leute den Artikel tatsächlich finden und tatsächlich anklicken. Links von externen Seiten auf seine Landingpage zu erhalten ist schon schwieriger, dazu muss man ein Thema „seeden“, das heißt auf den wichtigen und richtigen Kanälen im Netz verbreiten. Wenn möglichst viele Leute einen Artikel sehen, findet man bestimmt auch welche, die den Beitrag verlinken und teilen, sofern die Qualität des Beitrags stimmt. Diese Links und Empfehlungen sind viel mehr wert als nur kurzfristige Anzeigenschaltungen. Wenn diese Backlinks zur Landingpage von populären, gut sichtbaren Seiten stammen, dann steigen die Chancen, in den Top 10 Suchergebnissen zu ranken enorm.
Doch viele Publisher machen den grundsätzlichen Fehler, dass sie wichtige Beiträge zwar über Social Media oder Google Ads für viel Geld bewerben, um schnelle Ergebnisse zu erzielen, aber vergessen dabei, dass der Artikel bzw. die Landingpage zunächst optimiert werden muss, um auch nach einer Anzeigenschaltung auch nachhaltig in den Top-Positionen erhalten zu bleiben.

Onpage vs. Offpage
Wer einfach nur Anzeigen schaltet, ohne die elementaren Grundlagen für ein langfristiges Ranking des beworbenen Beitrags oder Produkts zu schaffen, kann sein Geld ebenso gut zum Fenster rauswerfen. Viel besser ist es, seine Landingpages kontinuierlich und geplant aufzubauen und „onpage“ zu optimieren und erst dann ein wenig Budget zu investieren, diese „offpage“ also auf anderen Seiten im Netz sichtbar zu machen und dafür zu sorgen, dass sie möglichst viele Menschen im Netz verlinken und als wirklich wichtig und relevant erachten.
Nicht immer sind Anzeigen auf Facebook oder Google die besten Kanäle dafür, Beiträge zu „seeden“, es gibt vielfältige Wege, ein Thema im Netz zu besetzen. Chronisch unterschätzt werden nach wie vor relevante Online-Medien, die auf ein bestimmtes Thema spezialisiert sind und damit gut bei Google ranken. Das müssen nicht immer die großen bekannten (und teuren) Seiten sein. Hier kann schon ein wenig Know-How (und Spielgeld) in Sachen PR helfen, um langfristige Ergebnisse zu erzielen und eine Landingpage bei Google nach oben zu pushen. Gute Online-PR-Agenturen wissen ganz genau, in welchen Online-Medien ein Thema gut aufgehoben ist und wie sie an die richtigen und wichtigen Backlinks kommen.

Zusammenfassung:
1. Definiere eine Landingpage pro Thema und Keyword
2. Verlinke diese Landingpage intern an möglichst vielen Stellen
3. Suche die richtigen Quellen für externe Links auf deine Landingpage (Seeding)
4. Sorge dafür, dass Links auf deine Landingpage langfristig erhalten bleiben
5. Redaktionelle Links von Online Medien können nachhaltigere Ergebnisse liefern als kurzfristige Anzeigenschaltungen
6. Man überzeugt niemanden mit billigen Werbesprüchen, sondern nur durch Qualität und Fakten.
Udo Raaf ist Gründer des Musikmagazins Tonspion und Geschäftsführer von ContentConsultants und berät seit 2001 Firmen zum Thema Online Marketing und SE

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