Was SEOs in Deutschland verdienen – Die Inhouse Studie (2024)

Was verdienen SEOs in Deutschland? Dieser Frage geht Dominic Schwarz mit Vertical Inhouse seit 2019 nach. Die Studie, die jetzt in ihrer dritten Version vorliegt, bietet einen umfassenden Einblick in die Gehaltslandschaft für SEO-Fachleute.

Die SEO Gehaltsstudie 2024 kann direkt bei Dominik Schwarz via Linkedin angefordert werden.

“Inhouse SEO” bezieht sich auf SEO-Arbeit, die innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation von internen Mitarbeitern durchgeführt wird. Im Gegensatz dazu gibt es auch externe SEO-Agenturen, die von Unternehmen beauftragt werden, um SEO-Dienstleistungen zu erbringen. Die Studie von Vertical Inhouse bezieht sich also nur auf angestellte SEO Manager. Gehälter und Honorare von SEO-Agenturen oder selbstständigen SEO Beratern unterscheiden sich davon teilweise signifikant. Doch dazu später mehr.

Was verdienen Inhouse SEOs in Deutschland 2024?

Quelle: SEO Gehaltsstudie 2024 – Dominik Schwarz

Jeder Punkt steht für eine Person. Die blaue Linie symbolisiert den Durchschnitt – unabhängig von Alter, Geschlecht und Erfahrung.

Die Gehälter sind in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Die Nachfrage vor allem nach erfahrenen SEOs ist groß.

SEOs mit 15+ Jahren Erfahrung verdienen signifikant mehr als Berufseinsteiger. Die Bezahlung steigt auch mit wachsender Personalveranwortung. Für SEOs mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung liegen kaum Daten vor. Die meisten SEO-Urgesteine, die das Berufsbild “SEO” mit dem Durchbruch von Google als führende Suchmaschine im Jahr 2000 noch selbst mit entwickelt haben, dürften heute überwiegend selbstständig unterwegs sein.

Quelle: SEO Gehaltsstudie 2024 – Dominik Schwarz

Während Berufseinsteiger selbstbewusst mit rund 50.000 Euro in Gehaltsverhandlungen einsteigen können, verdienen erfahrene SEOs im Schnitt 75.000 Euro. Nur zwei SEOs gaben an, über 125.000 Euro pro Jahr zu verdienen. Reich werden kann man als angestellter SEO also nicht.

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Die Gender-Pay-Gap ist auch innerhalb der SEO-Branche ein Skandal: Frauen verdienen im Schnitt signifikant weniger als Männer.

Während Berufseinsteigerinnen inzwischen scheinbar die gleiche Bezahlung erhalten, macht sich der Pay Gap offenbar vor allem mit zunehmender Erfahrung und zunehmendem Alter bemerkbar. Frauen bezahlen also weiterhin alleine den Preis dafür, irgendwann im Lauf ihrer Karriere Kinder zu bekommen und zusätzlich unbezahlte Care-Arbeit leisten zu müssen. Das ist aber kein spezifisches Problem der Branche, sondern ein gesellschaftliches Problem: Gleichberechtigung sieht anders aus.

Eine überraschend gute Nachricht für Studiumsabbrecher: der Bildungsabschluss macht kaum einen Unterschied hinsichtlich der Bezahlung. Das liegt wohl auch daran, dass man SEO nicht in der Theorie auf einer Universität lernen kann, sondern nur in der Praxis. Menschen mit Uniabschluss starten später mit SEO als diejenigen, die direkt nach der Schule oder Ausbildung einsteigen und damit früher in der Karriereleiter aufsteigen. SEO ist also ein heißer Tipp für Quereinsteiger, die sich selbstständig in ein Thema einarbeiten können.

Keine Überraschung: die Bezahlung hängt von der jeweiligen Branche ab. Agenturen (Marketing, PR und Design) bezahlen mit Abstand am wenigsten, was allerdings vermutlich auch zu der hohen Fluktuation in den Agenturen führt. Dabei ist es gerade in der SEO-Branche wichtig, erfahrene Mitarbeiter langfristig zu binden, denn als SEO kann man sich die Branche praktisch frei aussuchen.


Geld ist nicht alles, aber durchaus wichtig, wenn es um die Zufriedenheit im Job geht. Menschen mit der höchsten Zufriedenheit verdienen auch mit Abstand am meisten. Bezahlung ist also ein Argument, wenn man seine Mitarbeiter behalten möchte. Arbeitgeber sind gut beraten, ihre SEO-Experten ordentlich zu bezahlen, denn gute SEOs können den Online-Erfolg eines Unternehmens maßgeblich vorantreiben.

Angesichts der Bedeutung von SEO beim Aufbau von nachhaltiger Reichweite und Umsatz fürs Online Business scheint es überraschend, dass die Gehälter nicht viel stärker nach oben ausschlagen. Schließlich ist in vielen Branchen (also allen, die ihre Zielgruppen vor allem online erreichen) SEO einer der entscheidenden Hebel für die geschäftliche Entwicklung. Suchmaschinenoptimierung kann für Online Business maßgeblich für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sein. Wer gute SEOs behalten möchte, sollte als vermutlich zusätzlich Boni für die erfolgreiche Umsetzung anbieten, denn daran muss sich letztlich jeder und jede SEO Managerin messen lassen.

SEO Gehälter im Unterschied zu SEO Honoraren

Die ordentlichen, aber nicht besonders hohen Gehälter von angestellten SEO Managern lassen sich nicht vergleichen mit den Honoraren selbständiger SEO Consultants. Selbstständige müssen ihre gesamte soziale Absicherung, Mieten, Reisekosten, Steuern etc. selbst finanzieren und erhalten auch keine sonstigen Goodies. Außerdem müssen sie einen großen Teil ihrer Zeit unbezahlt in Pitches, Akquise und Eigen-PR investieren, um an neue Kunden zu gelangen. All das macht sich auch im Preis für SEO Dienstleistungen bemerkbar.

Selbstständige SEOs müssen mit einem Tagessatz zwischen 1000 und 1500 Euro kalkulieren, um auf Dauer gewinnbringend arbeiten zu können. Das heißt aber nicht, dass sie am Monatsende 20.000-30.000 Euro in der Tasche haben. Agenturen haben deutlich höhere Overhead-Kosten für Mieten, Nebenkosten, Personalkosten etc. was sich wiederum im Tagessatz für Agentur-SEO niederschlägt.

Die Methodik der Gehaltsstudie

Die Daten für diese Analyse wurden zwischen November 2018 und März 2024 gesammelt. Die Teilnehmer wurden über verschiedene Kanäle wie Social Media, Branchenveranstaltungen und den Vertical Inhouse Newsletter rekrutiert. Die Analyse konzentrierte sich ausschließlich auf Vollzeitbeschäftigte in Deutschland, um die Vergleichbarkeit der Daten sicherzustellen. Insgesamt wurden 1.082 plausible Datensätze für die Analyse genutzt.

Obwohl die Studie nicht repräsentativ im statistischen Sinne ist, bietet sie dennoch wertvolle Einblicke in die SEO-Gehaltslandschaft. Gehaltsstudien sollten mit Vorsicht interpretiert werden, da verschiedene Faktoren die Ergebnisse beeinflussen können. Dennoch liefern die vorliegenden Daten solide Anhaltspunkte für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

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