10 Tipps, wie man eine schlechte SEO Agentur erkennt

Sie haben schlechte Erfahrungen mit einer SEO-Agentur gemacht? Damit sind sie nicht alleine. Wenn man sich im dem Feld nicht besonders auskennt, ist es schwer einzuschätzen, ob eine Agentur gute Arbeit oder nur leere Versprechungen liefert. Aber ein paar sichere Anzeichen für schlechte SEO-Beratung gibt es doch. 

seoFür viele Unternehmen ist SEO ein Buch mit sieben Siegeln, weil sie sich um ihre Produkte und Dienstleistungen kümmern müssen. Also heuern sie eine SEO-Agentur an, um ihre Website auf Vordermann zu bringen und bei Google zu platzieren. Doch woran erkennt man eigentlich, ob eine Agentur gut ist oder ihnen nur heiße Luft – oder noch viel schlimmer – gefährliches Halbwissen verkauft? Scheinbar hat fast jedes Unternehmen schlechte Erfahrungen mit SEO-Agenturen gemacht. Dabei kann man die Spreu vom Weizen recht schnell trennen.

Der SEO-Blog Search Engine Land hat 10 Praxis-Tipps zusammen gestellt, die wir nur unterschreiben können und hier kurz in eigenen Worten vorstellen: 

1 – Schlechte Qualität, doppelter Content
Wer einen Shop hat und auf zehn Produkt-Seiten denselben dünnen Content in leicht veränderter Form (andere Farbe, andere Größe etc.) stehen hat, hat ein massives Problem. Seine Produkte werden nicht gefunden. Gute SEO-Agenturen werden immer dazu raten, erstklassigen, relevanten Content zu produzieren, der auch gefunden werden kann. Gesucht werden auf Google zu 80% informative Inhalte, gekauft wird erst im zweiten Schritt!

2 – Alte Taktiken
SEOs die heute noch behaupten, mit ein paar einfachen Tricksereien könne man Google manipulieren, leben in der Internet-Steinzeit – oder wollen mit leeren Versprechungen einfach nur schnelles Geld machen. Google ignoriert inzwischen alles, was irgendwie künstlich manipuliert sein könnte und interessiert sich nur noch dafür, ob der Content gut strukturiert ist und wie die Nutzer darauf anspringen. Wer die Begriffe „Meta Keywords“ oder „Keyworddichte“ verwendet, beweist, dass er nicht mehr auf dem neuesten Stand ist.

3 – Nur Blogbeiträge veröffentlichen
Blogs sind wichtig, um bestimmte Themen zu besetzen und Content aufzubauen, aber sie sind kein Allheilmittel und schon gar nicht das einzige Instrument eines SEO. Viel wichtiger ist es herauszufinden, mit welchen Inhalten, welchen Suchbegriffen und welchen Landingpages Ihr Unternehmen gefunden werden sollte. Alle weitere strategischen Maßnahmen sollten sich daraus ableiten lassen. Häufig bringt auch eine Optimierung der Usability schon sehr viel. Wer nur mit Keywordlisten hantiert, versteht sein Handwerk nicht.

4 – Künstlich gesenkte Absprungraten
Viele SEOs versprechen niedrige Absprungraten von einer Seite. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, ob eine Seite gut performt oder nicht. Wenn sie dann noch mit Scripten arbeiten, die Google Analytics anpingen, um künstlich Nutzerzahlen zu pimpen, dann wird’s abenteuerlich. Vermeiden Sie jegliche Strategie, die auf Manipulationen und nackten Zahlen basiert. Bei SEO geht es heute nicht mehr um Quantität, sondern um Qualität.

5 – SEO á la carte 
Bei der Suchmaschinenoptimierung muss man alle Faktoren gleichzeitig im Blick haben, um Erfolge zu erzielen. Es nützt nichts, auf viele Keywords zu optimieren, wenn niemand mit diesen Keywords sucht. Umgekehrt nutzt auch eine Wettbewerbsrecherche nichts, wenn man seine eigene Seite nicht technisch optimiert hat. Wer nur einzelne Dienstleistungen einkauft, statt eine Rundum-Betreuung, kann es also im Grunde gleich lassen. Eine gute SEO-Beratung muss immer ganzheitlich erfolgen und alle Aspekte berücksichtigen, ansonsten wird sie nicht zum gewünschten Erfolg führen.

6 – Garantierte Rankings zu wichtigen Suchbegriffen
SEO ist keine exakte Wissenschaft und Google tut alles dafür, dass man seine Suchergebnisse nicht so einfach manipulieren kann. Der Algorithmus der Suche wird fortlaufend verändert und verbessert. Eine gute Agentur kann zwar die Grundlagen dafür schaffen, gefunden zu werden und Probleme beseitigen. Bestimmte Rankings kann einem aber in einem so dynamischen Wettbewerb mit Millionen von Mitbewerbern um die gleichen Suchbegriffe niemand garantieren. Auch wenn das die Kunden natürlich gerne hören möchten. 

7 – Billiges SEO
SEO ist nichts, was man eben mal so nebenbei oder sogar automatisiert machen kann. Man muss sich schon ganz tief reingraben und alle Elemente einer Website abklopfen, fortlaufendes Monitoring betreiben und einen langen Atem mitbringen. Diese Leistung gibt es nicht gegen ein paar Hundert Euro. Grundregel: Unter 500 Euro kann es SEO nur bei blutigen Anfängern geben. Tagessätze von erfahrenen SEO-Experten fangen ab ca. 100 Euro/Stunde an, nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Die Investition in SEO kann sich schnell auszahlen durch nachhaltig gute Positionen. Ein guter SEO wird Sie innerhalb einer ersten Beratung von seinen Kompetenzen überzeugen und datenbasiert aufzeigen, wie er genau helfen kann. 

8 – Einrichtungsgebühren
Es gibt bei SEO nichts „einzurichten“. Deshalb sind Gebühren ohne konkrete Leistung nicht angemessen! Sinnvoll sind dagegen eine persönliche Erstberatung oder ein Workshop, um zu sehen, wie ein SEO arbeitet und ob man versteht, was er da tut und ob die Zusammenarbeit funktioniert. Ein SEO kann viel bewirken, positiv wie auch negativ. Eine längerfristige Zusammenarbeit sollte nur auf Basis von Vertrauen erfolgen und nicht wegen irgendwelcher Gebühren oder Rabatte.

9 – Kein Zugang zu Google Analytics
Viele klassische Probleme kann man als SEO schon im Quellcode einer Webseite erkennen. Aber wenn ein SEO langfristig mit einer Website arbeiten soll und keinen Zugang zu Google Analytics und Google Search Console angefordert hat, sollte man besser die Reißleine ziehen. Denn um eine Seite optimieren zu können, muss man auch genau wissen, wie sie tatsächlich genutzt wird.

10 – Kein regelmäßiges Reporting
SEO ist ein schnelllebiges Geschäft und alles ist ständig in Bewegung. Deshalb sollte man die Performance seines Webangebots mindestens monatlich checken und die Entwicklung beobachten. Nur so kann man nachvollziehen ob man auf dem richtigen Weg ist oder auf dem falschen und wo man neue Stellschrauben finden kann. 

Warum machen so viele Unternehmen schlechte Erfahrungen mit SEO-Agenturen?

Ganz einfach: weil es einige Kunden so wollen und häufig dafür viel Geld bezahlen für große Versprechungen. Ohne zu verstehen, dass sie möglicherweise nur abgezockt werden.

Teilweise liegt es aber auch schlicht an der falschen Erwartungshaltung von Unternehmen, die denken mit ein bisschen Keyword-Optimierung könnte man bei Google punkten.

Wenn man krank ist, geht man in der Regel nicht zum Arzt und sagt ihm, was wie gemacht werden soll oder wie viel Geld man für die Therapie hat. Man überlässt dem Arzt zu entscheiden, was gemacht werden muss. Nur so gibt es eine Chance auf Heilung.

Und genauso sollte man auch SEO angehen. Zunächst muss ein SEO eine gute Diagnose stellen und erkennen, wo die Probleme liegen und wie sie beseitigt werden können. Erst wenn man selbst überzeugt davon ist, sollte man sich auf die Behandlung einlassen und entsprechendes Budget dafür bereit stellen.

Selbst Kunden, die wenig Ahnung von der Materie haben, sollten wissen, dass SEO kein Hexenwerk ist, sondern einfach nur Handwerk gepaart mit ein paar Jahren Erfahrung. Je erfahrener ein SEO, desto besser. 

Da viele auch ganz große Web-Agenturen ihre Dienstleistung „inklusive SEO“ verkaufen, der Kunde aber nur ganz selten erfährt, was denn genau dieses „SEO“ sein soll (meine eigene Erfahrung zeigt: meistens nicht viel!), sollte man als Unternehmen seine Seite regelmäßig von einem Experten checken lassen. Wie bei der TÜV-Untersuchung. Nur so wird man jemals erfahren, ob das Online-Vehikel überhaupt fahrtüchtig ist. Der Wettbewerb tut das übrigens auch.

Wie gut ist Ihre Seite platziert? Gibt es Probleme oder sogar haarsträubende Fehler, die sich einfach beheben lassen? Arbeitet Ihre SEO-Agentur sauber und auf Grundlage fundierter Daten?
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