SEO Agenturen: Darauf sollten Sie achten

Die Qualität der Arbeit von SEO-Agenturen ist für Kunden häufig nur schwer zu bewerten. Ob eine SEO-Agentur gute Arbeit in der Suchmaschinenoptimierung oder nur leere Versprechungen liefert, weiß man eigentlich erst dann, wenn es zu spät ist. Folgende 10 Tipps können dabei helfen, schon im Vorfeld die richtige Wahl zu treffen.

Udo Raaf
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Tendenz: steigend. Diese Kurve sehen SEOs am liebsten. (Quelle: sistrix.de)

Für viele Unternehmen ist SEO ein Buch mit sieben Siegeln, weil sie sich um ihre Produkte und Dienstleistungen kümmern müssen. Also heuern sie eine SEO-Agentur an, um ihre Website auf Vordermann bringen und über Google und andere Suchmaschinen neue Kunden zu gewinnen.

Doch woran erkennt man eigentlich, ob eine SEO Agentur wirklich gut ist oder ihnen nur heiße Luft – oder noch viel schlimmer – gefährliches Halbwissen verkauft? Für schlechte Agenturen gibt es klare Warnsignale.

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Was gute SEO Agenturen niemals machen würden:

1 – SEO á la carte

Bei der Suchmaschinenoptimierung muss man zwingend alle Faktoren im Blick haben, die fürs Ranking entscheidend sind. Es nützt nichts, nur auf Keywords zu optimieren, wenn niemand mit diesen Keywords ihr Produkt sucht. Umgekehrt nutzt auch nichts, Linkbuilding zu betreiben, wenn die eigene Seite keine lesenswerte Inhalte hat. Wer nur einzelne Dienstleistungen einkauft und damit sparen möchte, statt eine Rundum-Betreuung, kann es also auch gleich sein lassen.

Eine gute SEO-Beratung sollte immer ganzheitlich erfolgen und alle Aspekte berücksichtigen, ansonsten wird sie nicht zum gewünschten bzw. möglichen Erfolg führen und man verbrennt nur Geld. 

2 – Alte Taktiken: Linkspam, Keyword-Spam

SEOs die heute noch behaupten, mit ein paar alten Tricks wie gekauften Links und Keyword-Spam könne man Google heute noch ernsthaft manipulieren, leben in der Internet-Steinzeit. Google ignoriert inzwischen weitgehend alles, was irgendwie künstlich manipuliert sein könnte und interessiert sich nur noch dafür, ob der Content gut strukturiert und für Nutzer relevant ist. Wer überholte Begriffe wie “Meta Keywords” oder “Keyworddichte” immer noch im Sprachschatz hat, beweist zudem, dass er nicht mehr auf dem neuesten Stand ist und den Anschluss verloren hat.

3 – Nur Blogbeiträge veröffentlichen

Blogs können hilfreich sein, um aktuelle Themen zu besetzen und nützlichen Content aufzubauen, aber viel wichtiger ist es herauszufinden, mit welchen Inhalten, welchen Suchbegriffen und welchen Themen ein Unternehmen tatsächlich langfristig gefunden werden sollte. Alle weitere strategischen Maßnahmen sollten sich daraus ableiten. News-Formate sind nur in den seltensten Fällen das richtige Content-Format. Es geht darum, langfristig relevanten Content aufzubauen, Sie brauchen also besonders nützliche und informative Beiträge rund um das Produkt/Thema einer Website.

4 – Falsche Key Performance Indikatoren

Einige SEOs versprechen niedrige Absprungraten von einer Seite. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, ob eine Seite gut performt oder nicht. Wenn sie dann noch auf Google Analytics künstlich Nutzerzahlen in die Höhe treiben, dann wird’s abenteuerlich. Vermeiden Sie also jegliche Strategie, die auf Pseudo-Zielen beruht und besprechen Sie Ihre Ziele mit der SEO-Agentur. Am Ende möchten Sie vermutlich mehr Umsatz und das schaffen Sie nicht mit Themen, die zwar Traffic bringen, aber keinen Umsatz. Es ist also wichtig, gemeinsame Ziele zu definieren, um die richtigen Optimierungen vorzunehmen. 

5 – Schlechte Qualität und dünner Content

Wer immer wieder denselben dünnen Content zum selben Thema veröffentlicht hat ein massives Problem, weil man sich selbst Konkurrenz macht und somit jegliche Chance auf ein gutes Ranking zunichte macht. Gute SEO-Agenturen werden immer dazu raten, aussschließlich erstklassigen, relevanten Content zu produzieren, der auch gefunden werden kann. Eine regelmäßige (mindestens monatliche) Analyse der eigenen Rankings sind unerlässlich, um diesen entscheidenden Fehler zu finden und zu korrigieren. Empfehlung: Lieber tiefer und ausführlicher, als oberflächlich und zu viele Fragen offen zu lassen. 

6 – Garantierte Rankings

SEO ist keine exakte Wissenschaft und Google tut alles dafür, dass Seitenbetreiber die Suchergebnisse nicht einfach manipulieren können. Der Algorithmus der Suche wird fortlaufend verändert und verbessert. Eine gute Agentur wird zwar die Grundlagen dafür schaffen, gefunden zu werden und die Sichtbarkeit nachweislich zu steigern. Bestimmte Rankings kann aber niemand garantieren, da auch die Mitbewerber SEO betreiben.
Wer mit markigen Sprüchen wie “garantiert auf die Position 1” wirbt, will diese Komplexität verschleiern, denn mit “irgendwas” rankt jeder auf Position 1. Dieses zweifelhafte Versprechen ist also nichts als eine Floskel und sollte hellhörig machen.

7 – Billiges SEO

Manche SEOs verschicken einfach nur automatisierte Reportings, ohne sich eine Seite anzusehen. Und übersehen dabei die einfachsten Probleme, die SEO-Tools gar nicht erkennen können. SEO kostet Zeit und man muss sich eine Website aus ganz verschiedenen Perspektiven anschauen: Inhalt, Usability, Technik müssen ineinander greifen wie ein Uhrwerk. Diese Leistung gibt es nicht gegen Hundert Euro einmalig, wie in Spam-Mails oftmals suggeriert wird. Mit anderen Worten: billiges, einmaliges SEO funktioniert nicht und ist deshalb am Ende sehr teuer, denn es nimmt Ihnen die riesige Chance auf echtes Wachstum und signifikant mehr Umsatz. Was SEO wirklich kostet und warum sich diese Investition garantiert lohnt, haben wir im Artikel weiter unten zusammengetragen.

Was kostet SEO wirklich?
Hier einige bewährte Pakete und Preismodelle für die Suchmaschinenoptimierung. 

8 – Einrichtungsgebühren

Es gibt bei SEO nichts “einzurichten”. Deshalb sind Gebühren ohne konkrete Leistung nicht angemessen! Sinnvoll sind dagegen eine persönliche Erstberatung oder eine Zweitmeinung (dafür biete ich eine SEO Sprechstunde) oder ein SEO Seminar, um zu sehen, wie ein SEO arbeitet und ob man versteht, was er da tut und ob die Zusammenarbeit funktioniert. 

9 – Kein Zugang zu Google Analytics oder Search Console

Viele klassische Probleme kann man als SEO schon sehr schnell im Quellcode einer Webseite oder mit speziellen Tools erkennen. Aber wenn ein SEO langfristig mit einer Website arbeiten soll und keinen Zugang zu Google Analytics und Google Search Console angefordert hat, sollte man besser die Reißleine ziehen. Denn um eine Seite optimieren zu können, muss man auch genau wissen, wie sie tatsächlich genutzt wird und wie sich die Reichweiten entwickeln. Alles andere wäre nur geraten und nicht seriös.

10 – Kein regelmäßiges Reporting

SEO ist ein schnelllebiges Geschäft und alles ist ständig in Bewegung. Deshalb sollte man die Performance seines Webangebots mindestens monatlich checken und die Entwicklung beobachten. Nur so kann man nachvollziehen ob man auf dem richtigen Weg ist oder auf dem falschen und wo man neue Stellschrauben finden kann. Das Reporting sollte für den Kunden nachvollziehbar aufbereitet werden und alle KPI beinhalten. Fordern Sie ein Beispiel-Reporting an. 

Wie lange dauert SEO eigentlich?

Google-Mitarbeiter John Mueller ließ kürzlich durchblicken, dass sich Änderungen bei Google nach einem Relaunch oft erst nach einem halben Jahr bemerkbar machen. Diese Zeit sollte man sich auch nehmen bzw. der Agentur lassen.

 

Wie findet man eine SEO-Agentur?

SEO-Agenturen, die einen mit Mails oder sogar Briefen anschreiben sind eher mit Vorsicht zu genießen. Eine SEO-Agentur sollte ihr Geschäft so gut verstehen, um auf Google findbar zu sein. Denn das ist schließlich ihre Kernkompetenz. Beginnen Sie die Suche also einfach auf Google. Suchen Sie nach “SEO Agentur + ihrer Stadt” oder nach “SEO Berater + ihrer Stadt”, sofern Sie eine persönlichere Betreuung bevorzugen.

Tipp: schauen Sie nicht nur in den lokalen Suchergebnissen auf Google Maps, sondern in der Liste der organischen Suchergebnisse darunter! Hier zeigt sich, wie gut eine SEO-Agentur sich selbst bei Google platzieren konnte.

Fragen Sie dann nach Referenzen, um zu sehen, ob die Agentur mit ihrer Branche Erfahrung hat. Beispiel: Ich berate viele NGOs, Behörden, Gewerkschaften und andere inhaltsstarke Webseiten. Andere SEO-Agenturen sind besonders auf Online-Shops spezialisert.

Gibt es in der Umgebung nicht genügend Auswahl kompetenter Agenturen können Sie auch überregional suchen. Eine SEO-Agentur muss nicht unbedingt in derselben Stadt sitzen, die meisten Aufgaben lassen sich problemlos mit Mails und Videochats besprechen.

Eine Übersicht über die Google-Sichtbarkeit von SEO Agenturen bietet SEO-Vergleich.de

Woran erkennt man eine gute SEO-Agentur?

Wer könnte besser wissen, was einen guten SEO ausmacht als Google? Auf den Hilfeseiten der Search Console empfiehlt Google, dass sich ein SEO zunächst einmal mit dem Thema einer Website identifizieren können und auskennen sollte. Nur mit Spaß, Motivation und einem gewissen thematischen Verständnis kann SEO gelingen.

Fragen, die Kunden vorab an SEO-Agenturen stellen sollten sind beispielsweise folgende:

  • Halten Sie sich an die Google-Richtlinien für Webmaster?
  • Bieten Sie Seminare und Workshops an?
  • Welche Ergebnisse erwarten Sie in welchem Zeitraum? Wie messen Sie Ihren Erfolg?
  • Bei mehrsprachigen Angeboten: Welche Erfahrung haben Sie mit der Entwicklung internationaler Websites?
  • Bei Shops: Welche Erfahrungen haben sie bei der Entwicklung von Online Shops?
  • Wie lange sind Sie bereits im Geschäft?
  • Wer betreut mich? Ist es der Praktikant oder der Geschäftsführer?

Viele große Agenturen verkaufen hauptsächlich Stunden, die sie dann von billigen jungen Arbeitskräften füllen lassen. Nicht immer ist mal also bei einer großen renommierten Agentur besser aufgehoben als bei einer kleinen Agentur oder einer Beratung, bei der man “Chefarzt-Behandlung” bekommt.

Warum machen so viele Unternehmen schlechte Erfahrungen mit SEO-Agenturen?

Das liegt meistens schlicht an der falschen Erwartungshaltung von Unternehmen, die denken mit ein bisschen Trickserei könnte man schnell bei Google punkten. Doch diese Zeiten sind endgültig vorbei! Technische Optimierung ist nur die Grundlage, eine inhaltliche Optimierung ist die Kür, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet und das ist eine fortlaufende Aufgabe.

SEO braucht Zeit und man sollte keine Wunder von einer SEO-Agentur erwarten, sondern nachhaltiges, langfristiges Wachstum. Und das setzt Geduld voraus. 

SEO muss auch inhouse umgesetzt werden

Andererseits flüchten sich Kunden gerne in Ausreden und setzen selbst zwingend notwendige Maßnahmen nicht um, “weil es nicht geht” – selbst wenn diese höchste Priorität haben müssten. Dann muss man sich selbst fragen, wofür man überhaupt eine SEO-Agentur bezahlt. SEO braucht zwingend die volle Rückendeckung der Geschäftsführung. Mit “ein bisschen SEO” nebenbei kommt man beim großen Online-Wettbewerb heute nicht mehr weit.

Vieles lässt sich auch Inhouse von Mitarbeitern umsetzen, wenn man sich das notwendige Know-How ins Haus holt und die SEO-Agentur als Berater und Coach fürs Team nutzt. Alle Mitarbeiter, die Websites betreuen, müssen fortlaufend geschult werden und ihr Handwerk verstehen.

SEO ist keine Raketenwissenschaft und jeder Schritt ist durch Daten belegbar. Ein regelmäßiger SEO Check ist Grundlage des Erfolgs im Netz.

Wie gut ist Ihre Website platziert?
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