SEO Check: 10 kostenlose Tools für die Suchmaschinenoptimierung

Ohne Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt es kaum Chancen auf dauerhafte Reichweite für Websites. Deshalb braucht man Werkzeuge für den SEO-Check. Wir stellen die besten kostenlosen Tools für die professionelle Suchmaschinenoptimierung vor.

Wer seine Website für Suchmaschinen, insbesondere Google, optimieren möchte, braucht belastbare Daten. Zahlreiche Tools helfen bei Keyword-Recherche, Content-Optimierung oder technischer Analyse. Einige dieser SEO Tools sind sogar völlig kostenlos. Die nützlichsten stellen wir in diesem Beitrag vor.

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Der SEO Prozess: Fast alles lässt sich mit einem SEO Check messen

Nur wer alle Elemente des SEO-Prozesses im Blick behält, hat künftig noch eine Chance für umkämpfte Suchbegriffe bei der riesigen Konkurrenz in Suchmaschinen gefunden zu werden.

Der große Vorteil im Online Business: alles ist messbar. Der Grad der technischen Optimierung, die Usability, die Keyword-Optimierung, Wettbewerb… ein SEO-Check macht den Erfolg der eigenen Website sichtbar.

Folgende Tools sind kostenlos und helfen Verantwortlichen von Websites nachzuweisen, wie erfolgreich ihre Online-Strategie ist.

Technische Analyse

Tool: Ryte Website Success

Der Anbieter Ryte bietet ein mächtiges Tool zur Onpage-Analyse und erkennt beim SEO-Check jedes noch so kleine technische Problem.

SEO Check mit Ryte

In der kostenlosen Version kann man 100 Seiten prüfen und kann so strukturelle Probleme der Website erkennen und beheben. Allerdings wird man anschließend fast täglich mit Mails des Salesteams konfrontiert. Außerdem sind die technischen Probleme oft komplex und nur mit gewissen Vorkenntnissen zu lösen. Wer seine Website selbst programmiert bekommt hier wichtige Hinweise und wer einen Entwickler beauftragt hat, kann mit diesem die Empfehlungen von Ryte durchsprechen.

TIPP: Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihre Agentur das Thema SEO richtig umsetzt, fragen Sie einfach nach, welche Tools sie nutzen. Eine SEO Agentur muss alle Bereiche ständig im Blick haben.

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Usability

Tool: Hotjar

Auch Nutzerfreundlichkeit ist messbar. Für Nutzerfreundlichkeit gibt es sogar einen ISO-Standard. Wer wissen möchte, sie Menschen ihre Website benutzen, kann das Tool Hotjar installieren. Hotjar misst das Nutzerverhalten und erstellt daraus Heatmaps, die zeigen, wo die meisten Menschen klicken oder wie weit sie eine mobile Website scrollen. Das gibt wertvolle Hinweise darüber, wie man seine Website optimieren kann.

In der Zeitschrift Website Boosting habe ich das Tool ausführlich vorgestellt.

Usability Check mit Hotjar

Hotjar ist kostenlos für Heatmaps von 3 URLs gleichzeitig. Prüft man die Startseite, die wichtigste Kategorienseite und den wichtigsten Artikel ist man schon viel klüger und kann die Seite entsprechend den Ergebnissen umstrukturieren. Anschließend kann man die Analysen löschen und 3 neue URLs testen.

Keywords

Tool: Ubersuggest

Selbst technisch perfekte, nutzerfreundliche Websites sind überhaupt nichts wert, wenn man nicht weiß, wofür die eigenen Inhalte eigentlich gefunden werden sollen. Deshalb ist es wichtig, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, mit welchen Keywords man eine realistische Chance auf Google hat und wie man seine Inhalte dafür optimiert.

Neil Patel bietet mit seinem Tool Ubersuggest ein mächtiges Werkzeug, das derzeit noch kostenlos zu haben ist. Es funktioniert ganz einfach:

  • Thema eingeben und Suchmaschine auswählen (z.B. Google.de)
Keyword Check mit Ubersuggest
“SEO” wird zwar häufig gesucht, ist aber zu unspezifisch für diesen Artikel.
  • Ähnliche Keywords auswählen und das Keyword wählen, was am ehesten dem geplanten Artikel entspricht und dabei noch ein ansprechendes Suchvolumen (Vol.) hat. In diesem Fall wählen wir “SEO Check” als Keyword.
Keywords exakt auswählen mit Ubersuggest SEO Check
“SEO Check” ist ein guter Überbegriff für diesen Artikel, hat ein hohes Suchvolumen.
  • Prüfen, welche Artikel bei Google auf der ersten Seite ranken. Jetzt kommt der Reality-Check: trauen Sie sich zu, einen besseren Artikel als diese Anbieter zum gewählten Keyword zu verfassen? Wenn ja: schreiben Sie den Artikel und verwenden Sie das ausgewählte Keyword in Title, Headline, Meta Description und Zwischenüberschriften.

Jetzt wissen Sie genau, welches Ziel der Inhalt hat und über welche Begriffe er gesucht werden soll. Von nun an beobachten Sie die Rankings und prüfen regelmäßig, wo der Artikel im Ranking steht.

Wettbewerb

Tool: SEO Compare

Um ihren Artikel mit dem größten Wettbewerber auf Position 1 bei Google zu vergleichen, bietet Seobility ein praktisches Tool an.

  • Geben Sie das gewählte Keyword ein
  • Geben Sie ihre eigene URL und die des Wettbewerbers ein
  • Vergleichen Sie das Ergebnis: was macht der Wettbewerber besser?

Dieser SEO-Check eignet sich natürlich nur für den technischen Vergleich. Unerlässlich ist trotzdem, selbstkritisch die Inhalte zu vergleichen und zu überlegen, wie man seinen Inhalt tiefer, ausführlicher, verständlicher gestalten kann als der Wettbewerb. Erst dann haben Sie sehr gute Chancen auf eine gute Position in Suchmaschinen, selbst bei umkämpftem Wettbewerb. Tools machen die Arbeit also nicht von alleine, aber helfen dabei, Steine aus dem Weg zu räumen.

Content

Tool: Hirnschmalz

Wer Inhalte im Netz veröffentlicht sollte wissen, dass man heute mit drittklassigem Content nicht mehr punkten kann. Wer über ein Thema schreibt, muss sich damit auskennen und erstklassige Inhalte produzieren können. Ansonsten braucht man gar nicht erst mit einem SEO-Check anfangen. Mit ein bisschen Keyword-Spam und Linkbuilding alleine kommt man heute nicht mehr weit. Wer nicht den besten Beitrag zu seinem Thema schreiben kann, hat kaum eine Chance.

Folgende Inhalte performen auf Suchmaschinen besonders gut:

  • Ratgeber (FAQ, How to…)
  • Wiki-Artikel (Definitionen)
  • Guides
  • Vergleiche/Tests („beste…“)
  • Listen (Top 10, etc.)
  • Studien (Daten)
  • Events (aktuell)
  • Content mit Videos, Bildern, Listen etc.
  • Ausführliche Kommentare zu einem aktuell gesuchten Thema.

Content für Suchmaschinen sollte informativ, nützlich und- je nach Thema – ausführlich sein. Lange, ausführliche Artikel ranken häufig für eine Vielzahl unterschiedliche Keywords und bringen deshalb erfahrungsgemäß meistens mehr Reichweite als kurze Definitionen. Beispiel: Wikipedia rankt nicht zuletzt deshalb häufig in den Top 10, weil viele Inhalte sehr ausführlich dargestellt werden.

Die Gefahr beim Einsatz zu vieler Tools besteht darin, dass man seine Kreativität durch zu viele Informationen lähmt. Seien Sie beim Texten frei und stellen Sie Ihr Thema so ausführlich wie nötig und so gut lesbar wie möglich dar. Bedenken Sie, dass viele Leser Online-Inhalte nur überfliegen und die Zwischenüberschriften scannen. Fassen Sie sich also kurz und vermeiden Sie Textwüsten ohne Absätze.

Tool: Yoast SEO für WordPress

Wird der Beitrag in WordPress geschrieben gibt es ein praktisches Plugin, der die Analyse des Inhalts selbst übernimmt.

Zuerst definiert man ein Fokus Keyword, das man anhand einer ausführlichen Keyword-Recherche ausgewählt hat. Anschließend prüft Yoast SEO, ob der Artikel ausreichend fürs Keyword optimiert wurde und ob der Artikel gut lesbar ist. Leuchten beide Lämpchen auf “grün” hat man auf die wesentlichen Dinge geachtet.

Tool: Seobility Keyword Check

Seobility bietet eine ganze Reihe kostenloser Tools für einezelne Seiten. Mit dem Keyword Check kann man prüfen, ob die Seite ausreichend fürs gewählte Keyword optimiert wurde. Bei einem Wert ab 80% ist dabei alles im grünen Bereich. Der Keyword Score lässt sich als PDF downloaden und als Nachweis verwendet, dass der Artikel sauber fürs Keyword optimiert wurde.

Keyword Check von Seobility mit Keyword Score
Keyword Check: ab 80% Keyword Score ist alles im grünen Bereich.

Links

Tool: ahrefs

Googles Erfolg beruhte 1998 auf einer einfachen Erkenntnis aus der wissenschaftlichen Arbeit der beiden Gründer: in der Forschung gelten häufig zitierte Werke als wichtiger. Entsprechend machten sie Links zur wichtigsten Währung für ihre Suchmaschine. Wer häufig verlinkt wird, scheint wichtiger zu sein. Inzwischen haben Backlinks etwas an Wert verloren, weil dieser Rankingfaktor häufig manipuliert wird (z.B: durch gekaufte Links), doch nach wie vor fließt er in die Bewertung ein.

ahrefs bietet einen kostenlosen Backlinkchecker, mit dem man sehen kann, wer auf die eigene Website verlinkt, auf welchen Inhalt und mit welchen Begriffen. Das gibt einem wichtige Hinweise, welcher Content als relevant eingestuft wird.

Backlink Check mit ahrefs
Backlink SEO Check mit ahrefs: wer verlinkt auf meine Seite?

Eine sehr spannende Frage ist auch, welche Seiten auf den direkten Wettbewerb verweisen und warum. Dieses Wissen kann man sich zunutze machen, in dem man die entsprechenden Anbieter anschreibt und aufs eigene Angebot hinweist.

Allerdings sind Linkanfragen oft etwas plump, deshalb sollte man einen etwas persönlicheren Ansatz wählen und versuchen mit den wichtigen Medien eine echte Beziehung aufzubauen, um sich einen Ruf als relevante Website in der jeweiligen Nische aufzubauen, der langfristig viel mehr nutzt als nur um Links betteln.

Aktualisierungen

Tools: SEO Meta in 1 Click (Chrome)

Eine der mächtigsten SEO-Waffen ist gleichzeitig die einfachste: aktualisiere und optimiere deine wichtigsten Inhalte regelmäßig. Google erkennt, ob eine Webseite gepflegt wird oder veraltete Inhalte enthält und entsprechend fällt das Ranking mit der Zeit ab, wenn eine URL jahrelang nicht mehr angefasst wird. Stattdessen wird frischer Content nach oben gespült. Wer also nicht aus dem Index verschwinden möchte, sollte seine Top Artikel kennen (z.B. über Google Analytics oder Matomo) und sie alle paar Monate inhaltlich auffrischen und verbessern.

  • Prüfen Sie mit dem Chrome Addon, ob das Google Snippet (Title und Meta Description) ansprechend betextet sind und das richtige Keyword enthalten.
Google Snippet Check
SEO Meta in 1 Click macht den Quelltext einer Seite sichtbar und bereitet ihn lesbar auf.
  • Prüfen Sie ob der Text sinnvoll mit Zwischenüberschriften strukturiert ist.

Monitoring

Tool: Google Search Console

Wer weiß besser, wie eine neue Seite auf Google rankt als Google selbst? In der Search Console erhalten Seitenbetreiber alle wichtigen Informationen, angefangen von der robots.txt über Sitemaps, mobile Optimierung bis hin zur Leistung der Seite auf Google.

Im Artikel über die Google Search Console zeige ich, wie man die Daten aus der Search Console für seine tägliche SEO-Arbeit verwenden kann. Dabei sollte man sich auf die wichtigsten Daten fokussieren, um nicht in der Datenmenge unterzugehen.

Und Analyse Tools wie Google Analytics den Erfolg der SEO-Maßnahmen anhand von steigender Reichweiten für die wichtigsten Seiten und Conversions. Steigende Sichtbarkeit oder mehr Reichweite alleine nützen nichts, wenn der Umsatz nicht steigt. Besonders darauf sollte man als SEO sein Augenmerk richten.

SEO Check vom Profi

Selbst wenn Sie alle SEO-Tools nutzen, werden Sie feststellen, dass es vor allem das Interpretieren der Ergebnisse Probleme bereitet. Dafür braucht man jahrelange Erfahrung.

Wer in die Suchmaschinenoptimierung einsteigt, sollte sich deshalb eine Seite nach der anderen vornehmen und sich nicht von der Menge der Tasks überwältigen lassen. Eine Stunde pro Tag für SEO einplanen ist viel besser als einfach gar nichts zu machen. Mit mehr Erfahrung fällt es leichter, die Prioritäten zu erkennen und Effekte einschätzen zu können.

Deshalb biete ich meinen Kunden eine fortlaufende Betreuung, Coachings und Seminare an, um dieses Wissen step-by-step zu vermitteln. Dabei greife ich auf 20 Jahre Erfahrung mit eigenen und Kunden-Websites zurück.

“Learning by doing” lautet immer noch die Devise bei SEO, wichtig ist nur, damit zu starten und immer mehr dazuzulernen. Ich begleite Sie gerne dabei, so dass sie nicht bei Null anfangen müssen, sondern direkt in die Optimierung einsteigen können.

Veröffentlicht in SEO