SEO: Webseiten optimieren mit der neuen Google Search Console

Google Search Console ist das wichtigste Tool für SEO – und wurde gerade komplett überarbeitet. Wie man es gewinnbringend einsetzt zeigt dieser Beitrag.

Die Search Console ist das vielleicht wichtigste SEO-Tool überhaupt, denn sie gibt genaue Rückmeldung darüber, wie Google eine Seite interpretiert. Ob es Probleme bei der Indexierung gibt und welche Suchbegriffe besonders erfolgreich sind. Somit ist das Instrument Pflicht für jeden Website-Betreiber, der nicht im Blindflug im Netz unterwegs sein will.

SEO-Sprechstunde in Berlin: Webseiten optimieren mit der neuen Google Search Console
Termine: 27.4., 18.5., 29.6.2018 
Uhrzeit: 14-17 Uhr
Ort: Blogfabrik Berlin (Oranienstraße 185, 10999 Berlin-Kreuzberg)
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Google hat seine Search Console gerade erst komplett überarbeitet und nutzerfreundlicher gestaltet. Die neue Version ist noch im Beta-Stadium, das heißt, nicht jeder Webmaster kann schon darauf zugreifen.

Grundsätzlich gibt es in der neuen Search Console zwei wichtige Funktionen: Leistung und Indexabdeckung. 

Unter dem Punkt „Leistung“ sieht der Webmaster,  wie häufig Google eine Seite in der Suche anzeigt, welche Postion sie im Schnitt erhalten, die Click-Through-Rate (CTR) und die Summe der Klicks.

Die neue Oberfläche von Google Search Console. Aktivieren sie alle Felder (farblich unterlegt) für den kompletten Überblick.

Unter dem Punkt „Indexabdeckung“ sieht man, ob die Seite korrekt indexiert werden kann, oder ob Seiten auf „noindex“ gesetzt sind und somit nicht für die Google Suche freigegeben sind. Das ist vor allem nach einem Relaunch eine extrem wichtige Funktion.

Sieht man die Meldung „Neues Problem mit Indexabdeckung auf der Website“ sollte man handeln und nachschauen, welche Seiten nicht indexiert werden (manchmal ist das aber auch gewünscht, sofern bestimmte Seiten nicht bei Google auftauchen sollen). 

Indexabdeckung: 17800 Seiten können nicht indexiert werden, weil sie auf „noindex“ gesetzt wurden.

Wie kann die Search Console nun für die Suchmaschinenoptimierung genutzt werden?

Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Klicken Sie auf „Leistung“, wählen Sie den gewünschten Zeitraum (z.B. 1 Monat) und aktivieren alle farblich unterlegten Felder: Klicks, Impressionen, Klickrate und Position. Wir zeigen hier die Daten unseres Musikblogs www.tonspion.de.
Aktivieren Sie alle Felder, um die Leistungswerte pro Keyword sehen zu können.

2. Nun ist eine Liste aller Keywords und ihrer Positionen in Google zu sehen.

  • Klicks: wie häufig wurden die Suchmaschinen-Snippets geklickt?
  • Impressionen: wie häufig hat Google die Seiten angezeigt?
  • CTR: Wie gut ist die Click-Through-Rate?
  • Position: Wie ist die durchschnittliche Position für das Keyword im Google-Index?
Beispiel: www.tonspion.de

3. Stellen Sie sich nun folgende Fragen:

  • Für welche Keywords haben Sie besonders gute Positionen im Google Ranking (1-5)?
  • Welche Keywords zeigen ein besonders hohes Suchvolumen (Impressionen)?
  • Welche Suchbegriffe sind für mein Unternehmen besonders wichtig?

Das sind die Keywords, die besondere Aufmerksamkeit verdienen!

4. Vergleichen Sie die Klickrate mit den durchschnnittlichen Klickraten für die jeweilige Position.

 

Ist die Klickrate auf der entsprechenden Position signifikant niedriger als in diesem Schaubild? Dann sollte der Text überarbeitet und optimiert werden. Insbesondere Title und Meta-Description haben maßgeblich Einfluss auf die Klickraten. Beobachten Sie außerdem, welche Beiträge vor Ihrem platziert ist und vergleichen Sie Title und Meta Description mit Ihrem Beitrag. Hand aufs Herz: welcher ist besser?

BEISPIEL:
Wenn eine Seite auf Position 1 bei Google nur 30 Prozent Klickrate hat (statt 60 Prozent), sollte unbedingt Title und Meta Description optimiert werden. Die Klickrate ist maßgeblich dafür, wie viel Traffic man über die Suchmaschine tatsächlich bekommt. Ein gutes Ranking bringt nichts, wenn niemand klickt.

Im Title sollte das Keyword stehen. Die Meta Description sollte das Keyword ebenfalls enthalten und mit kurzen Sätzen neugierig auf den Beitrag machen. Es dürfen auch Sonderzeichen verwendet werden, um sich von der Masse abzuheben und aufzufallen.

Social Media Experte Felix Beilharz nutzt viele Sonderzeichen in der Meta Description, um im Google Index aufzufallen.

Indexierungsprobleme erkennen

Wer in dieser Ansicht noch keine Daten findet, dessen Website hat möglicherweise Probleme bei der Indexierung. Ein Klick auf „Indexabdeckung“ bringt Gewissheit, wie viele Seiten Google indexiert hat und also für sein Ranking in Betracht zieht und welche Seiten aktuell nicht indexiert werden können.

17800 Seiten können nicht indexiert werden.

Mit den hier bereit gestellten Informationen lässt sich im Detail nachvollziehen, wie Google eine Website interpretiert. 

  • Gesendet und indexiert
  • Indexiert, nicht in Sitemap gesendet
  • Gesendete URL als “noindex” gekennzeichnet
  • Durch robots.txt-Datei blockiert
  • Gecrawlt – derzeit nicht indexiert
  • Crawling-Anomalie
  • Soft 404
  • Gesendete URL nicht als kanonisch ausgewählt
  • Durch “noindex”-Tag ausgeschlossen
  • Duplikat, aber ohne kanonisches Tag
  • Seite mit Weiterleitung
  • Nicht gefunden (404)

Nicht jede Seite ist relevant für die Google Suche. Es kann im Einzelfall also durchaus Sinn machen, Seiten auf noindex zu setzen, um zu signalisieren, dass diese Seiten nicht gecrawlt werden sollen. Prinzipiell gilt: nur die Seiten indexieren, die auch tatsächlich auf Google gefunden werden sollen. 

All diese Fragen beantwortet Google Search Console kostenlos und zuverlässig. Und zeigt gleichzeitig jederzeit, welche Seiten für Google besonders wichtig sind.

Seiten die hohe Klickzahlen und Impressionen erhalten, sollten fortlaufend optimiert und konsequent nutzerfreundlich gestaltet werden. Suchbegriffe, die auf den ersten 10 Positionen bei Google zu finden sind sollte im Detail weiter optimieren. Begriffe, die auf Position 10-20 zu finden sind, haben beste Chancen auf die Top 10. Sofern man am Ball bleibt und die zugehörigen Artikel optimiert.

Es empfiehlt sich also regelmäßig, am besten wöchentlich, in der Search Console nachzusehen, welche Artikel noch verbessert werden können, um sie für wichtige Suchbegriffe auf Platz 1 zu bringen. Es zahlt sich aus!

Wenn Sie sich eingehender mit der Google Search Console auseinandersetzen möchte buchen Sie unseren SEO-Workshop „Crashkurs SEO: Was man 2018 über Suchmaschinen wissen muss“.  Aktuelle Termine auf Anfrage.

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