10 Gründe, warum 2018 kein Unternehmen mehr an SEO vorbei kommt

In vielen Unternehmen wird die Bedeutung von Suchmaschinen nach wie vor massiv unterschätzt. Dabei sprechen die Zahlen für sich. 10 Dinge, die jeder über SEO wissen sollte, der eine professionelle Website betreiben möchte.

In meinen SEO-Workshops stoße ich oft auf Vorbehalte: was bringt SEO überhaupt? Es ist doch viel zu kompliziert, teuer und langwierig. Dabei sind Websites ohne SEO im Grunde genommen wertlos. Genauso gut kann man sich in ein Flugzeug ohne Pilot setzen: sie werden Ihr Ziel nie erreichen!

Diese 10 Punkte sollten Entscheider in Unternehmen davon überzeugen, sich um das Thema Suchmaschinenoptimierung lieber heute als morgen zu kümmern.

Wer mit SEO durchstarten will, sollte sich zunächst in einem SEO-Workshop fortbilden. (Foto: Jule Müller)
  1. 92 Prozent aller Business-Transaktionen beginnen mit Search

Wer Produkte oder Dienstleistungen sucht, tut das in der Regel bei Google. Nicht bei Facebook, nicht bei Instagram oder Snapchat. Wer nicht gefunden wird, hat einen klaren Wettbewerbsnachteil. Investieren Sie also mindestens so viel Zeit und Budget in SEO wie in Ihre Social Media Aktivitäten.

2. Alle nutzen Google

Googles Marktanteil in Deutschland lag 2016 bei 94,52 Prozent. Bei der mobilen Suche sind es sogar fast 99 Prozent. Nirgendwo kann man fast ALLE potenziellen Kunden erreichen, außer auf Google. Und die meisten Ihrer Kunden nutzen die populärste Suchmaschine sogar mehrmals täglich!

Quelle: Statista

3. Die Suchmaschine bringt den meisten Traffic

Für viele Unternehmenswebsites ist Google die größte Trafficquelle, da man nach Unternehmen und Produkten eher aktiv sucht als sich auf Social Media Kanälen von ihnen berieseln zu lassen. Im Käufer Funnel steht die Suche ganz weit vorne, da man über Suchmaschinen häufig auch Angebote findet, die man noch gar nicht kennt. 

Content Marketing - Sales Funnel
SEO steht an erster Stelle im Sales Funnel (Infografik: Camp Creative)

4. Die Menschen werden immer suchen

Suchmaschinenoptimierung ist eine Investition in die Zukunft. Zwar ändern sich die Geräte alle paar Jahre, doch gesucht wird immer. Ob Siri das Suchergebnis vorliest oder Google uns irgendwann jeden Wunsch von den Lippen abliest: wer heute startet wird auch morgen noch auf Google gefunden werden.

Während die Reichweiten über Facebook massiv einbrechen, zeigt Google ein stabiles Wachstum. (Quelle: Parse.ly)

5. Suchmaschinen-Traffic ist nachhaltig

In sozialen Netzwerken hat ein durchschnittlich erfolgreicher Post eine Lebensdauer von ein paar Stunden bevor er wieder verschwindet. Eine gute Suchmaschinen-Position kann über viele Jahre kontinuierlich Reichweite bringen.

Beispiel: Über 70% der Reichweite unseres Musikblogs Tonspion kommt von Google bzw. Menschen die dort gezielt nach Musik suchen. Zum Vergleich: nicht mal 10% kommen über soziale Medien zu uns, obwohl der dafür notwendige Aufwand ungleich größer ist.

 

6. Suchmaschinen helfen, den Wettbewerb zu verstehen

SEO ermöglicht detaillierte Wettbewerbsanalysen (Quelle: sistrix.de)

Während SEO früher bedeutete, sich mit Tricksereien bessere Positionen zu erschleichen, ist Google inzwischen viel besser geworden. Google kommt seinem Ziel, für jede Anfrage das inhaltlich beste Ergebnis zu liefern, immer näher. Dabei ist es egal, wie groß ein Unternehmen ist oder wie viel Budget es hat. Grundsätzlich hat jeder die Chance auf Position 1 zu klettern – sofern er seine Hausaufgaben macht und genau hin sieht. Das heißt auch, dass der Wettbewerb zunimmt. Viele alt eingesessene Unternehmen werden erstaunt sein, wie dynamisch viele junge Unternehmen agieren. Das ist nicht nur Risiko, sondern auch Chance,  denn von erfolgreichen Wettbewerbern kann man umgekehrt auch einiges lernen.

7. Wer nicht auf Seite 1 von Google gefunden wird, bekommt keine Klicks.

Wer denkt, dass es schon genügt irgendwo in den Suchergebnissen aufzutauchen, der irrt. 99,1 Prozent aller Nutzer vertrauen nur den Suchergebnissen auf der ersten Seite. Davon klicken rund 60 Prozent gleich auf das erste Suchergebnis. Wer erst auf der zweiten Suchergebnisseite zu wichtigen Suchbegriffen auftaucht, bekommt also gar keinen Traffic über Google.

Klickwahrscheinlichkeit auf der ersten Suchergebnisseite (Quelle: Sistrix)

8. SEO ist kostengünstig

Wer nicht mit Amazon konkurrieren muss, kann bereits durch das Betätigen kleiner Stellschrauben viel gewinnen. Der erste Schritt, in die Suchmaschinenoptimierung einzusteigen, ist, sich einen Überblick über den Status Quo zu verschaffen und die notwendigen Daten zu erheben, um daraus eine Content Strategie ableiten zu können.

Das muss gar nicht teuer sein, selbst wenn manche SEO-Agenturen horrende Summen verlangen. Durch die Nachhaltigkeit ist SEO trotzdem langfristig die günstigste Marketingdisziplin. Bestenfalls wird SEO im eigenen Haus verankert und nicht ausgelagert. Für Einsteiger biete ich eine kostengünstige SEO-Sprechstunde an, um konkrete Fragen zu klären, sowie ein Coaching für Unternehmen, die Suchmaschinenoptimierung selbst in die Hand nehmen möchten.

SEO Strategie

9. SEO ist einfach zu erlernen – man muss es nur wollen

Der Google-Algorithmus ist extrem komplex und das best gehütete Geheimnis neben dem Rezept von Coca-Cola. Nur durch Trial & Error kann man Erkenntnisse über die Details der Google-Suche gewinnen. Dennoch gibt es ein paar wesentliche Rankingfaktoren, über die sich alle Experten einig sind und die man mit vergleichsweise wenig Aufwand fortlaufend im Blick halten kann.

  1. Technik: Saubere technische Umsetzung und schnelle Ladezeiten
  2. Content Relevanz: Relevanz der Inhalte und Suchbegriffe für die individuelle Zielgruppe 
  3. Interne Links: Priorisierung der Inhalte auf Seitenebene 
  4. User Experience: Darstellung der Inhalte 
  5. Nutzersignale: CTR, Bounce Rate, Time on site, Social Signals
  6. Backlinks: Links von externen Seiten

Alle Punkte sollte man fortlaufend messen und optimieren. Deshalb ist es wichtig, einen SEO-Experten im Haus zu haben und die notwendigen Kompetenzen in SEO Seminaren und Workshops selbst zu erlernen. Wer zu lange damit wartet, sich entsprechend fortzubilden, der verpasst zwangsläufig den Anschluss an den Wettbewerb! Das gilt übrigens für Unternehmen jeder Größe. 

10. Gutes SEo heißt auch verbesserte User Experience

Eine optimierte Usability nutzt dem Unternehmen nicht nur bei Google.

Jeder will ganz vorne bei Google auftauchen und möglichst viele Klicks abgreifen, doch das erfordert zwangsläufig eine klare Content Strategie und eine optimierte Usability. Die Nutzerfreundlichkeit ist in den letzten Jahren für Google immer wichtiger geworden: was gut für den Nutzer ist, ist auch gut für die Suchmaschine. Vor allem große Konzerne sind häufig geblendet von der eigenen Größe und fokussieren sich nur auf eitle Selbstdarstellung („wir…“) statt auf die Bedürfnisse ihrer Kunden („Sie…“). Google versucht Webseiten mit den Augen eines individuellen Nutzers zu betrachten und genau das sollten auch Sie tun. Auch ganz unabhängig von Google bedeutet das am Ende zufriedenere Kunde und mehr Umsatz. In unserem Artikel zur Optimierung der Usability zeigen wir, mit welchen Tools man die Nutzerfreundlichkeit verbessern kann.

Fazit: 

SEO ist gar nicht so langweilig, kompliziert und technisch, wie es im ersten Moment scheint. Tatsächlich ermöglicht die Beschäftigung mit SEO überhaupt erst, das eigene Tun fortlaufend zu überprüfen. Das Bauchgefühl ist selten ein guter SEO-Berater. Deshalb lohnt es sich immer, alle SEO-Kennzahlen fortlaufend zu messen und sich bezüglich seiner Strategie von erfahrenen Experten beraten zu lassen. SEO braucht Zeit, aber es lohnt sich langfristig und nachhaltig und bringt viele neue Kunden, die Sie bisher gar nicht kennen.

▶︎ 10 Tipps, wie man eine gute SEO-Agentur findet

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