Google Search Console zeigt Performance in KI-Ergebnissen

Google erweitert die Search Console um eigene Reports für generative KI-Features in Search und Discover. Ausgewiesen wird ab sofort, wie häufig URLs innerhalb von AI Overviews, AI Mode und ähnlichen Darstellungen erscheinen. Klicks zeigt der neue Bericht nicht an.

Die Zählweise entspricht der bekannten Logik aus der klassischen Suche. Eine Impression entsteht, sobald ein sichtbares, verlinktes Element ausgespielt wird.

Eine AI-Impression liegt damit vor, wenn eine URL innerhalb eines KI-Elements sichtbar ist. Entscheidend ist die tatsächliche Sichtbarkeit für Nutzer, nicht die bloße Verarbeitung im Hintergrund.

Die Daten sind auch in den normalen Search-Impressions enthalten und werden nun lediglich separat ausgewiesen.

Warum AI-Impressions keine Mentions sind

Für die Einordnung dieser Daten ist eine klare Begriffsabgrenzung notwendig.

AI-Impression
Sichtbare Impression eines verlinkten Elements innerhalb eines KI-Features.

Citation
Verlinkte Quelle innerhalb einer KI-Antwort.

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Mention
Erwähnung ohne Link.

AI Visibility
Unscharfer Sammelbegriff für unterschiedliche Formen von Sichtbarkeit.

Der Report erfasst ausschließlich AI-Impressions. Damit werden nur Citations in KI-Antworten sichtbar, also wie oft man als Quelle zitiert wird. Nach neuesten Erhebungen gibt es so gut wie keine Klicks für die Quellen von KI-Antworten, was von vielen als nicht rechtmäßige Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten betrachtet wird.

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Der neue Report führt nun sehr deutlich vor Augen, wo der verschwundene Traffic hin ist, denn die meist zitierten URLs sind auch meistens die Top platzierten in der Google-Suche, nur dass sie in AI Overviews keine Klicks mehr erzeugen.

Der Bericht eignet sich damit für die Analyse von Quellenverlinkungen. Aussagen zur Markenpräsenz lassen sich daraus nicht ableiten, denn im Unterschied zu Citations können Mentions (Erwähnungen) direkt auf die Marke einzahlen, wenn sie im Zusammenhang mit einer Suche empfohlen wird.

Warum AI-Impressions nicht zu Search-Impressions addiert werden sollten

AI-Impressions stellen keine zusätzliche Reichweite dar. Sie sind bereits Bestandteil der bestehenden Search-Performance, weshalb viele Domains in den letzten Monaten an Impressionen zugelegt und trotzdem massiv Klicks verloren haben.

Relevante Kennzahlen:

AI-Anteil = AI-Impressions / Search-Impressions

Der Wert zeigt, wie stark eine URL innerhalb von KI-Features erscheint.

Non-AI-Impressions ≈ Search-Impressions – AI-Impressions

Damit lässt sich zum Beispiel herausfinden, welche URLs noch nicht so häufig in KI-Antworten angezeigt werden und dadurch mehr Klicks bringen. Die Kennzahl ist eine Annäherung. Google legt die genaue Zählweise einzelner SERP-Elemente nicht vollständig offen.

Welche Analysen mit den neuen Daten möglich sind

Der Bericht liefert erstmals strukturierte Daten zu KI-Features innerhalb der Suche.

Mögliche Auswertungen:

  • Welche URLs in KI-Features erscheinen
  • Wie hoch der Anteil der AI-Impressions ist
  • Welche Seitentypen als Quelle genutzt werden
  • Welche starke SEO-Seiten kaum in KI-Features vorkommen
  • Welche Inhalte sichtbar sind, aber wenig Klicks erzeugen
  • Wie sich die CTR im Kontext von KI-Sichtbarkeit verändert
  • Welche Themen besonders häufig zitiert werden

Auffällig sind oft Unterschiede zwischen klassischer Suche und KI-Features. Rankings allein erklären die Sichtbarkeit in AI Overviews nicht, es gibt bei KI-Antworten kein Ranking, sie sind eine Blackbox und können sich jederzeit ändern.

Grenzen des Reports

Die Aussagekraft des Berichts ist klar begrenzt.

  • Mentions ohne Link werden nicht erfasst
  • Die tatsächliche Wahrnehmung bleibt unklar
  • Markenwirkung lässt sich nicht ableiten
  • Die Daten zeigen nur einen Teil der Sichtbarkeit

Der Report ist ein Analyseinstrument, kein Erfolgsnachweis.

Was SEOs jetzt daraus ableiten können

Der Bericht ergänzt die bestehende Analyse um eine zusätzliche Perspektive.

Der neue KI-Bericht der Google Search Console ist ein wichtiger Schritt, macht aber nur einen Teil der KI-Sichtbarkeit messbar. Er zeigt, welche URLs in Googles KI-Features als sichtbare Links oder Quellen erscheinen. Für die Analyse von Citations ist das hilfreich. Für echte Mention- oder Brand-Visibility-Analysen reicht der Report allein nicht aus. Dabei helfen Tools wie z.B. das Sistrix AI Research Tool weiter.

Die Generative KI-Leistungsbericht wird derzeit als Beta global ausgerollt und steht größeren Domains in Deutschland bereits zur Verfügung.

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Udo Raaf (Geschäftsführer)

Udo Raaf ist Publisher und SEO-Berater mit über 15 Jahren Erfahrung in der strategischen Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen, Agenturen und gemeinnützige Organisationen.

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