Die 12 häufigsten Webseiten-Fehler und wie man sie behebt

Es ist erstaunlich, wie viele Webseiten heute immer noch nicht optimiert sind. Hier ist eine Checkliste der größten – und weit verbreiteten – Fehler auf Webseiten.

sourcecode

Besonders in Branchen, deren Kerngeschäft nicht online stattfindet, sind häufig Webseiten mit zahlreichen einfachen Fehlern und Problemen zu finden. Darunter sogar die Homepages von großen Weltkonzernen (wir nennen hier keine Namen).

Die Folge: kaum Sichtbarkeit in den Suchmaschinen, wenig Traffic, geringe Konversion. Dabei sind viele Fehler mit etwas Know-How in kürzester Zeit zu beheben. 

Hier einige der häufig anzutreffenden Fehler, die man schnellstens abstellen sollte:

1. Gesperrte Verzeichnisse in der robot.txt

Die robot.txt ist eine kleine Textdatei auf dem Hauptverzeichnis des Servers, die den Suchmaschinen sagt, welche Bereiche indexiert und gefunden werden sollen und welche nicht. Die meisten Suchmaschinen halten sich daran. Wenn vor dem Launch eine Seite für Suchmaschinen gesperrt wurde, sollte man zum Launch daran denken, seine robot.txt von der Google Search Console testen zu lassen. Ansonsten kann Google die Seite nicht finden. 

Wichtigkeit: extrem hoch

2. Falscher Meta-Title

Der Meta Title ist der Name einer einzelnen Webseite. Er wird in den Suchergebnissen der Suchmaschinen fett und groß angezeigt und ist deshalb von größter Bedeutung. Der Title sollte genau aussagen, worum es auf der betreffenden Seite geht und die wichtigsten Keywords enthalten, sowie die richtige Länge haben. Nur so wird man gefunden und letztlich auch geklickt. 

Wichtigkeit: extrem hoch

Meta Tags
Abb. Meta Title und Meta Description am Beispiel Wikipedia.

3. keine Meta-Description

Die Meta-Description ist der kleine Text, der bei Google unterhalb des Titels steht und sollte knapp und treffend beschreiben, worum es auf der jeweiligen Seite geht – und warum das für den Suchenden spannender Content sein könnte, der den Klick lohnt.

Wichtigkeit: sehr hoch

4. keine h1/h2 Headlines

Headline h1
Abb. Die Headline h1 bei Wikipedia

Headlines signalisieren den Suchmaschinen und Lesern weitere Details, worum es auf der betreffenden Seite geht und sollten mit Bedacht gewählt werden. Es darf nur eine mit h1 getaggte Headline auf jeder Seite geben. Sie sollte ebenfalls das Haupt-Keyword enthalten.

Wichtigkeit: sehr hoch

5. Keine internen Links

Die wenigsten Seitenbetreiber wissen, dass sie mit den eigenen Links wichtige Signale an Google und Nutzer senden, welche Seiten zu einem bestimmten Thema besonders wichtig sind. Entsprechend sorgfältig sollte man seine interne Linkstruktur planen und dafür sorgen, dass in jedem einzelnen Artikel Links zu den wichtigsten Landingpages enthalten sind.

Wichtigkeit: sehr hoch

6. Duplicate Content

Es kann nur einen geben: Google mag keine Duplikate und straft sie mit Nicht-Beachtung. Deshalb ist es wichtig, mit Cannonical Tags zu arbeiten, wenn sich Inhalte zu einem bestimmten Thema aus technischen oder strategischen Gründen doppeln müssen. Am besten vermeidet man doppelte Inhalte komplett und veröffentlicht ausschließlich einzigartige informative und unterhaltsame Artikel auf seiner Website. 

Wichtigkeit: sehr hoch

7. Mangelnde Nutzerfreundlichkeit und dünne Inhalte

Der Google-Algorithmus wurde in den vergangenen Jahren enorm verbessert. Die meisten Updates der letzten Jahre sorgten dafür, dass schlechte Inhalte, die nur erstellt wurden, um Suchmaschinen auszutricksen, aus dem Index verbannt wurden. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Deshalb sollte man Suchmaschinenoptimierung und Nutzerfreundlichkeit immer nur zusammen betrachten: Was gut ist für Nutzer ist auch gut für Suchmaschinen. Auf diesen simplen Nenner lässt sich gute SEO heute bringen. Handeln Sie danach! Und holen Sie sich professionelles Feedback ein, um Schwachstellen zu beseitigen. Das sind oftmals ganz einfache, schnell zu behebende Dinge und kostet nicht viel Geld.

Wichtigkeit: sehr hoch

8. Chaotische Seitenstruktur

Die Suchmaschinen crawlen nicht unendlich viele Links, deshalb sollte möglichst jede Seite eines Webangebots maximal 3-4 Klicks von der Startseite entfernt sein. Flache Hierarchien und klar gegliederte, verständliche Haupt- und Submenüs sind das A&O für eine sinnvolle Seitenstruktur. Fokussieren Sie sich auf wirklich wichtige Inhalte, statt 1000 Artikel zu produzieren, die kein Mensch jemals finden kann. 

Wichtigkeit: sehr hoch

9. Viele tote Links (404) und veraltete Inhalte

Eine Seite, die schon alt ist und über viele tote Links verfügt, signalisiert, dass sie nicht richtig gepflegt wird oder nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Deshalb sollte man regelmäßig sein Archiv nach toten Links durchforsten und vor allem wichtige Bereiche der Seite ständig aktuell halten. Aktualisieren Sie wichtige Inhalte regelmäßig. Auch das wird von Google und dankbaren Nutzern belohnt.

Wichtigkeit: sehr hoch

10. Zu lange Ladezeiten

Ewige Ladezeiten haben einen negativen Einfluss, dazu mehr im Punkt „Nutzerfreundlichkeit“. Bilder, Stylesheets und Javascript Dateien sollten also möglichst so weit optimiert werden, dass die Seiten problemlos geladen werden können, auch mit langsamer Internetverbindung. Auch hierfür bietet Google mit Pagespeed ein einfaches Tool an. Und Webseiten sollten generell gecached werden, dann es ist nicht nötig, die ganze Datenbank zu durchwühlen, um eine einzige Seite zu laden. 

Wichtigkeit: sehr hoch

11. Keine/wenig/schlechte Backlinks

Auch wenn sie in den letzten Jahren für Google an Bedeutung verloren haben sind Links von außen nach wie vor eines der wichtigsten Signale für Suchmaschinen, welche Inhalte relevant sind und nicht. Es kommt heute nicht darauf an, möglichst viele Backlinks zu generieren, sondern Backlinks von den richtigen Seiten zu bekommen: denen, die selbst gut gelistet sind und von vielen Menschen gerne genutzt werden. Produzieren Sie hilfreiche, nützliche Inhalte, die andere Seiten gerne weiterempfehlen und teilen. 

Wichtigkeit: hoch

12. Zu viel Wettbewerb

Viele Seitenbetreiber machen den beliebten Anfängerfehler, dass sie versuchen mit sehr allgemeinen, so genannten „Shorthead“-Suchbegriffen bei Google zu punkten, also den naheliegendsten Suchbegriffen für ihr Thema. Das ist so gut wie unmöglich! Erstens gibt es extrem viel Wettbewerb da draußen und zentrale Begriffe wie „Schuhe“ oder „Tickets“ sind längst von den jeweiligen Marktführern, also z.B. Zalando, Amazon oder Eventim besetzt und zweitens sind sie häufig viel zu allgemein und helfen dem Suchenden überhaupt nicht weiter. Niemand der auf ein Konzert will sucht mit dem Begriff „Tickets“ bei Google. Wenn man Tickets sucht, dann lautet der Suchbegriff normalerweise vermutlich „Tickets (Event) (Stadt)“. Es lohnt sich, auch in den Nischen, also im „Longtail“ nach sinnvollen Keywords und ganzen Themenfeldern zu recherchieren und zu überlegen, welche alternativen Suchbegriffe für ein bestimmtes Thema verwendet werden. 

Wichtigkeit: hoch

Fazit:

Viele der oben genannten groben Fehler lassen sich recht einfach und schnell abstellen, wenn man ihnen auf die Schliche kommt – und sie konsequent abstellt. Was mit den entsprechenden Tools gar kein Problem ist.

Dafür sollte man sich zunächst unbedingt professionelle und erfahrene Hilfe an Bord holen, selbst wenn es zu Beginn etwas kostet, ist es immer noch günstiger, sich Know-How einzukaufen als einfach im Tal der Ahnungslosen zu verweilen. Schließlich überlassen Sie Ihr Marketing auch nicht Amateuren oder dem Zufall.

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer strategischen Online-Optimierung und der Analyse der Mitbewerber. 

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