Inhouse SEO, SEO Freelancer und SEO-Agentur: Was ist besser?

Die Bedeutung einer effektiven Suchmaschinenoptimierung (SEO) für den Online-Erfolg von Unternehmen ist unbestreitbar. Unternehmen stehen jedoch oft vor der Herausforderung, die beste Methode zur Umsetzung ihrer SEO-Strategie zu wählen. Wir schauen uns an, welches Setup für welches Unternehmen das beste ist.

Für die meisten Unternehmen ist Suchmaschinenoptimierung der wichtigste Kanal, um Reichweite und Sichtbarkeit zu ihren Themen zu generieren. Mit Hilfe von Google, Bing und Co. erreichen sie ihre Zielgruppen in dem Moment, in dem diese nach Lösungen für ihre Probleme suchen.

Die organische Suche (SEO) ist für viele Unternehmenswebsites der wichtigste Kanal (Bild: Similar Web)

Wer Produkte und Lösungen hat, die häufig gegooglet werden – und das gilt für die meisten Unternehmen – muss in SEO investieren. Doch das Problem für viele Unternehmen ohne entsprechende Expertise ist: wie anfangen?

Grundsätzlich gibt es drei Lösungen:

  1. Einen SEO Manager (oder Team) einstellen und SEO inhouse umsetzen
  2. Einen externen SEO Freelancer engagieren
  3. Eine SEO-Agentur anheuern
  4. Die Kombination aus Inhouse SEO und externen Beratern

Nicht jede Lösung eignet sich für jedes Unternehmen. Je nachdem wie groß das Unternehmen, wieviel Budget vorhanden ist und wie der voraussichtliche ROI durch SEO ist, sind unterschiedliche Setups empfehlenswert. Bei SEO hängt alles von der Expertise und Erfahrung der Partner ab, ohne Erfahrungswerte und Knowhow ist Suchmaschinenoptmierung in der Regel nicht erfolgreich. Wir gehen also davon aus, dass die Qualifikationen der Mitarbeiter für alle drei Lösungen dieselben sind.

Wie finde ich die richtige SEO Agentur oder Freelancer?


1. Inhouse SEO

Kosten: ab ca. 5000 Euro/Monat

Ein eigener SEO Manager betreut die Websites des Unternehmens über lange Zeit und erarbeitet eigenständig eine Strategie und setzt diese auch selbst um. Das geht mit Vorteilen und Nachteilen einher.

Vorteile:

  • Interne Kontrolle: Inhouse SEO ermöglicht es dem Unternehmen, die volle Kontrolle über die SEO-Strategie und -Implementierung zu behalten. Die interne SEO-Abteilung kann schnell auf Änderungen reagieren und die Strategie anpassen.
  • Integrierte Kenntnisse: Die SEO-Spezialisten im Unternehmen haben ein tiefes Verständnis für die Marke, die Zielgruppe und die Unternehmensziele, was zu einer nahtlosen Integration der SEO-Strategie führt.
  • Interne Kommunikation: SEO Manager stehen im direkten Kontakt mit allen Beteiligten: Geschäftsführer, Marketing, Kommunikation, Entwickler. Dieser direkte Draht kann zu besseren Entscheidungen führen.

Nachteile:

  • Kosten: Die Einstellung und Aufrechterhaltung eines internen SEO-Teams kann teuer sein. Dies umfasst Gehälter, Schulungen, Werkzeuge und Ressourcen.
  • Begrenzte Perspektiven: Interne Teams neigen dazu, in gewohnten Denkmustern zu verharren. Externe Perspektiven könnten in bestimmten Situationen fehlen.
  • Begrenzte Verfügbarkeit: Es ist heute sehr schwierig, erfahrene und kompetente SEO-Experten zu finden, die sich in eine Festanstellung begeben. Besonders erfahrene SEOs sind in der Regel selbstständig, weil sie eigene Webprojekte haben und es viel lukrativer ist, sich für seine Expertise von unterschiedlichen Kunden bezahlen zu lassen.

Für wen ist es am besten?
Inhouse SEO ist ideal für größere Unternehmen mit einem ständigen Bedarf an umfassender SEO-Unterstützung. Unternehmen, die ihre Marke besonders schützen wollen und die Ressourcen für ein internes Team haben, können von Inhouse SEO profitieren. Allerdings kostet es Geld: SEOs mit Erfahrung verdienen im Schnitt ab ca. 60.000 Euro, SEOs ohne Erfahrung können sehr teure Fehler machen und sollten nicht ohne Kontrollinstanzen agieren.

Der Erfolg von SEO ist nachweisbar. (Bild: Sistrix Sichtbarkeitsindex)

2. SEO Freelancer

Kosten: ab ca. 1000 bis ca. 3000 Euro/Monat

SEO Freelancer beraten einzelne Unternehmen und sind häufig selbst auch Publisher und haben eigene Webprojekte. Sie verfügen über viel Erfahrung und können zahlreiche Erfolge nachweisen. SEO ist datenbasiert, deshalb solltes es für SEO Berater einfach sein, ihre Qualität und Arbeitsweise anhand konkreter Beispiele darzustellen.

Vorteile:

  • Kostenersparnis: Im Vergleich zu einer Agentur sind Freelancer oft kostengünstiger. Sie können projektbasiert flexibel eingestellt werden, was besonders für Unternehmen mit begrenztem Budget für Online Marketing attraktiv ist oder für solche, die ihr Geld nicht überwiegend online verdienen.
  • Flexibilität: Freelancer können flexibler sein als interne Teams und schnell auf sich ändernde Anforderungen reagieren.
  • Verfügbarkeit: Es gibt zahlreiche SEO Freelancer auf dem Markt, es geht darum, die passenden Berater zu finden. Dazu gehört auch darum, Begeisterung für SEO im Unternehmen zu wecken. Der menschliche Faktor sollte bei der Auswahl von SEO Freelancern eine große Rolle spielen.
  • Contentproduktion bleibt inhouse: SEO Berater helfen dabei, den richtigen Content inhouse zu produzieren und ihn für Suchmaschinen zu optimieren. Es ist für die meisten Unternehmen sinnvoll, die spezielle Expertise der Mitarbeiter auch auf die Website zu bringen.

Nachteile:

  • Begrenzte Ressourcen: Freelancer verfügen möglicherweise nicht über die gleichen Ressourcen wie eine Agentur. SEO Freelancer sind häufig auf ein Thema spezialisiert, z.B. Content, Technik oder Offpage. Es hängt von der Website ab, welche Spezialisierung gebraucht wird.
  • Einzelne Abhängigkeit: Der Ausfall eines Freelancers kann das Projekt gefährden, da keine Backup-Ressourcen verfügbar sind. Besprechen Sie mit dem SEO Berater, ob er im Notfall auch eine Backup-Lösung anbieten kann.
  • Fehlende Qualifikationen: Es gibt viele Entwickler oder Web-Designer, die sich auch SEO nennen, die aber nicht über die entsprechenden Erfahrungswerte und Kompetenzen verfügen. SEO ist keine geschützte Bezeichnung. Deshalb sollten Sie nur mit hauptberuflichen SEOs arbeiten. Merke: gute SEO Berater bieten nie nebenbei Entwicklung, Webdesign und andere Dienstleistungen an! SEOs sind immer Spezialisten, keine Alleskönner. Es ist wichtig, dass Entwicklung und SEO getrennt bleiben, weil sich die unterschiedlichen Kompetenzen gegenseitig kontrollieren und ergänzen können. Wer alles aus einer Hand bietet, möchte ggf. auch über Schwächen hinwegtäuschen.

Für wen ist es am besten?
SEO-Freelancer sind eine gute Wahl für Unternehmen mit begrenztem Budget, die dennoch professionelle SEO-Dienstleistungen von erfahrenen Beratern benötigen, die von ihrer Beratung leben können. Unternehmen, die Flexibilität schätzen und projektbasierte Unterstützung suchen, können von guten und erfahrenen Freelancern profitieren.

3. SEO-Agentur

Kosten: ab ca. 3000 Euro/Monat (nur Beratung, ohne Content und Links)

Eine SEO-Agentur hat viele Mitarbeiter mit unterschiedlichen Expertisen und Erfahrungslevels. Je komplexer eine Website wird, desto mehr sind die Kompetenzen einer SEO-Agentur gefragt. Bei internationalen Websites in mehreren Märkten und Sprachen kommt man um eine SEO-Agentur in der Regel nicht vorbei.

Vorteile:

  • Umfassende Expertise: Agenturen verfügen in der Regel über ein Team von Experten mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen.
  • Vielfältige Ressourcen: Agenturen haben Zugang zu fortschrittlichen Tools, Technologien und Ressourcen, die für eine umfassende SEO-Strategie erforderlich sind.
  • Erfahrungswerte: Da SEO Agenturen viele Kunden betreuen, verfügen sie über einen großen Erfahrungsschatz, von dem Unternehmen profitieren können.
  • Contenproduktion auslagern: Wenn Sie keine Kapazitäten für die Produktion von Content für die firmeneigene Website haben, können SEO-Agenturen die Inhalte auch anliefern. Das ist allerdings nur für Themen empfehlenswert, die keine fachspezifische Expertise verlangen.

Nachteile:

  • Kosten: Der Service einer Agentur kann teurer sein als ein Freelancer, besonders für kleine Unternehmen. SEO Agenturen lohnen sich bei Budgets ab ca. 3000 Euro/Monat.
  • Kommunikationsherausforderungen: In größeren Agenturen kann die Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den verschiedenen Teammitgliedern herausfordernd sein.
  • Wechselnde Ansprechpartner: Bei Agenturen hat man häufig am Anfang mit den Geschäftsführern zu tun, im Laufe der Zeit werden Projekte aber an verschiedene Mitarbeiter abgegeben, ohne dass man ihre Kompetenzen kennt. Das kann ein Projekt erschweren.

Für wen ist es am besten?
SEO-Agenturen sind ideal für große Unternehmen, die eine umfassende und professionelle SEO-Strategie suchen und mehrere Berater mit unterschiedlichen Schwerpunkten brauchen. Mittlere und große Unternehmen, die ihren Umsatz überwiegend online generieren, können von der Expertise einer Agentur massiv profitieren. Für kleine Unternehmen können SEO-Agenturen überdimensioniert sein.

4. Die Königsklasse: Inhouse SEO mit SEO Freelancer oder Agentur

Große Unternehmen, die viel Budget für SEO zur Verfügung haben, aber auch entsprechenden Druck im täglich wachsenden Online-Wettbewerb bestehen zu müssen, kombinieren häufig Inhouse SEO mit externer Expertise, teilweise sogar durch mehrere Agenturen und Freelancer. Durch die Kombination der Innensicht mit dem professionellen Blick von außen, können sich zahlreiche Vorteile ergeben und SEO schneller und effizienter umgesetzt werden. Das ist vor allem für Unternehmen sinnvoll, die viele Inhalte auf Ihrer Website publizieren und sich in einem dynamischen Markt bewegen. Allerdings braucht es dann einen erfahrenen Head of SEO, der jederzeit die Fäden über alle Projekte in der Hand behält und die SEO-Strategie mit Weitsicht steuern kann. Mehr SEO heißt nicht zwangsläufig mehr Erfolg!

Fazit: Es kommt auf Budget und Ziele an

Die Wahl zwischen Inhouse SEO, SEO Freelancer und SEO-Agentur hängt von den spezifischen Bedürfnissen, Zielen und Ressourcen eines Unternehmens ab. Kleinere Unternehmen mit begrenztem Budget könnten von Freelancern profitieren, während größere Unternehmen mit komplexen Anforderungen möglicherweise die umfassende Expertise einer Agentur benötigen. Inhouse SEO bietet die volle Kontrolle, aber zu höheren Kosten. Die Schlüsselentscheidungsfaktoren sind die Größe des Unternehmens, das Budget, die Flexibilitätsanforderungen und die Komplexität der SEO-Strategie. Eine sorgfältige Analyse dieser Faktoren wird dazu beitragen, die beste Lösung für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung zu finden.

SEO kostet viel Geld, verpasste Chancen durch fehlendes oder fehlerhaftes SEO sind allerdings viel teurer! Wer gar kein SEO betreibt, sieht nicht, was der Wettbewerb macht und kann somit sehr schnell den Anschluss verlieren. Wegschauen ist also keine Lösung.

Empfehlung: Starten Sie mit einem Freelancer

Bevor Sie in eigene SEO-Manager investieren oder eine teure SEO-Agentur bezahlen, ohne eine klare Strategie zu haben, starten Sie zunächst mit einem unabhängigen SEO Berater und werden Sie sich darüber klar, was eigentlich genau gebraucht wird und wie Ihre maßgeschneiderte SEO-Strategie aussehen sollte.

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