WordPress ist weiterhin das meistgenutzte CMS und für 90 Prozent aller Websites völlig ausreichend und flexibel einsetzbar. Allerdings lebt WordPress von Plugins und viele sind völlig überflüssig. Hier ist die ultimative Liste der Plugins, die WordPress wirklich braucht.

Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent ist WordPress das meistgenutzte Content Management System. Das liegt vor allem daran, dass es durch unzählige verfügbare Plugins beliebig ausbaubar ist, ganz ohne Programmierkenntnisse. Doch je mehr Plugins verwendet werden, desto größer die Risiken.
Viele WordPress-Installationen bestehen heute aus heillos überladenen Plugin-Sammlungen, die zu langsamen Ladezeiten, Sicherheitslücken und Wartungsproblemen führen. Die Frage lautet daher nicht, wie viele Plugins „möglich“ sind, sondern: Welche Erweiterungen sind funktional notwendig und sinnvoll, um aus WordPress das meiste herauszuholen?
Inhalt
Warum zu viele Plugins ein Problem sind
Fast alle, die WordPress kritisieren, beziehen sich auf Plugins, die nicht gepflegt sind oder die Ladezeiten lähmen. Das liegt aber selten an WordPress selbst, sondern daran, dass häuifg zu viele unnötige oder sogar unsichere Plugins installiert werden.
Performance
Jedes Plugin bringt zusätzlichen Code. Viele laden eigene Skripte, Styles und Datenbankabfragen, oft auch auf Seiten, auf denen sie gar nicht gebraucht werden.
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Kompatibilitätsprobleme
Updates des WordPress-Cores, Themes oder Plugins selbst führen regelmäßig zu Konflikten.
Sicherheitsrisiken
Nicht gepflegte oder unnötige Plugins erhöhen die Angriffsfläche. Wer WordPress nutzt sollte regelmäßig, mindestens einmal im Monat die Updates durchführen. Das setzt allerdings voraus, dass WordPress konsequent ohne Eingriffe in den Core betrieben werden, ein Fehler, den vor allem Coder immer noch viel zu häufig machen.
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Wartungsaufwand
Plugins müssen aktualisiert, getestet, dokumentiert und ggf. lizenziert werden. Je mehr Plugins, desto mehr technische Probleme lauern irgendwann.
Deshalb ist eine klar priorisierte Auswahl von essenziellen Plugins notwendig. Weniger Plugins bedeuten weniger Risiko, bei besserer Performance und höherer Stabilität.
Essenzielle Plugins (Must-Haves)
Diese Erweiterungen decken die grundlegenden Anforderungen moderner WordPress-Websites ab: SEO, Performance, Sicherheit, Datenschutz, Backups, Spam-Schutz.
SEO: Rank Math Pro
Das SEO-Plugin Rank Math ist eine leistungsstarke Alternative zu Yoast SEO und state-of-the-art, um WordPress wichtige SEO-Funktionen hinzuzufügen. Die Pro-Version ermöglicht den vollständigen Import bestehender Konfigurationen, inklusive Weiterleitungen und bietet eine moderne, modulare Oberfläche. Unverzichtbar!
Funktionsumfang: Meta-Tags, Sitemaps, Redirects, Schema-Markup, Import aus Yoast SEO
Bewertung auf wordpress.org (kostenlose Version): ★ 4.9 / 5.0 (2.000+ Bewertungen)
Performance: WP Rocket
WP Rocket ist eine der wenigen Caching-Lösungen, die ohne komplexe Einrichtung sofort Wirkung zeigt. Kombiniert Performance-Optimierung, Komprimierung und Cache-Management in einem Plugin. Ideal in Verbindung mit Imagify (gleicher Anbieter). Dieses Video zeigt, wie WP Rocket eingerichtet wird und welche Funktionen aktiviert werden sollten, um die besten Ergebnisse zu erzielen und die Pagespeed massiv zu erhöhen.
Funktionsumfang: Seiten-Caching, Lazy Loading, Skript-Optimierung, Datenbankbereinigung
Hinweis: Premium-Plugin, nicht auf wordpress.org gelistet
Backups: UpdraftPlus
Backups gehören zur Grundsicherung jeder Website. UpdraftPlus ist stabil, weit verbreitet und zuverlässig auch im Fehlerfall. Darüber hinaus sollte auch beim Hoster ein Backup eingerichtet sein, sodass man im Notfall auf eine ältere Version zurückgreifen kann.
Funktionsumfang: Automatisierte Backups (Datenbank + Dateien), Wiederherstellung, externe Speicherung (S3, Dropbox etc.)
Bewertung: ★ 4.8 / 5.0 (8.329 Bewertungen)
Sicherheit: Wordfence oder All In One Security (AIOS)
Diese beiden Plugins bieten robuste Sicherheitsfunktionen. Wordfence hat den umfassenderen Scanner, AIOS ist leichtergewichtig und einfacher konfigurierbar.
Wordfence Security
Funktion: Firewall, Login-Schutz, Malware-Scan
Bewertung: ★ 4.7 / 5.0 (4.072 Bewertungen)
All In One Security (AIOS)
Funktion: Benutzerrechte, Login-Protokollierung, .htaccess-Optimierung
Bewertung: ★ 4.7 / 5.0 (1.057 Bewertungen)
Datenschutz / DSGVO: Borlabs Cookie
Wer mit Bannerwerbung arbeitet braucht zwingend eine Cookie-Verwaltung. Borlabs Cookie ist eine etablierte Lösung zur DSGVO-konformen Verwaltung von Cookies und externen Diensten. Weit verbreitet im deutschsprachigen Raum. Starke Integration mit Google Tag Manager und Mehrsprachigkeit via WPML.
Funktionsumfang: Cookie-Consent, Opt-in/Opt-out, Einbindung von Skripten nach Einwilligung
Hinweis: Premium-Plugin, nicht auf wordpress.org verfügbar
Spam-Schutz: Antispam Bee
In der Grundkonfiguration effektiv, ohne Verbindung zu externen Diensten. Für Kommentarfelder ausreichend. Bei Formularen mit WPForms ist kein zusätzliches Spam-Plugin erforderlich. Allerdings sollte die Kommentarfunktion trotzdem nur dann freigeschaltet werden, wenn man sie wirklich unbedingt braucht. In vielen Fällen ist das das größte Einfallstor für massiven Spam.
Funktion: Filtert Kommentar-Spam serverseitig, DSGVO-konform, ohne Captchas
Bewertung: ★ 4.6 / 5.0 (421 Bewertungen)
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Empfehlenswerte WordPress-Plugins nach Anwendungsbereich
Diese Erweiterungen sind nicht für jede Website erforderlich, aber in vielen Szenarien sinnvoll.
Formulare: WPForms
Auch die Lite-Version ist voll einsatzfähig für Standardformulare. Eingebauter Honeypot-Schutz, reCAPTCHA-Unterstützung und saubere Codebasis machen WPForms sicherer als ältere spamanfällige Alternativen wie Contact Form 7.
Funktionsumfang: Drag-and-Drop Builder, Bedingte Felder, Spam-Schutz, E-Mail-Benachrichtigungen
Bewertung: ★ 4.8 / 5.0 (14.000+ Bewertungen)
Bildoptimierung: Imagify
Optimierte Bilder reduzieren Ladezeiten und verbessern Core Web Vitals. Besonders effektiv in Verbindung mit WP Rocket.
Funktion: Automatisches Komprimieren und Konvertieren von Bildern (WebP, AVIF)
Bewertung: ★ 4.3 / 5.0 (1.613 Bewertungen)
Page Builder: Elementor
Für visuelle, schnell umsetzbare Layouts geeignet, aber nicht unbedingt notwendig. Achtung: Lock-in-Effekt bei Deaktivierung. Für kleinere Websites oder One-Pager ideal, bei komplexen Projekten oft besser durch Gutenberg oder ACF-Lösungen ersetzbar.
Funktion: Visueller Editor, Template-System, Theme-Builder
Bewertung: ★ 4.5 / 5.0 (7.179 Bewertungen)
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Individuelle Felder: ACF (Advanced Custom Fields)
Standardlösung für strukturierte Inhalte. Besonders in Kombination mit Custom Post Types und Gutenberg-Blöcken unverzichtbar.
Funktion: Benutzerdefinierte Felder, Feldgruppen, Wiederholungsfelder
Bewertung: ★ 4.9 / 5.0 (1.169 Bewertungen)
https://wordpress.org/plugins/advanced-custom-fields/
Internationalisierung: WPML
Vollständig integriertes System zur Mehrsprachigkeit mit Unterstützung für Inhalte, Menüs, Taxonomien, Themes und Plugins. Im Enterprise-Bereich Standard, bei kleinen Projekten oft überdimensioniert. Achtung: überlege genau, ob du eine Website in mehreren Sprachen regelmäßig pflegen kannst, der Aufwand ist enorm hoch und eine vollständige KI-Automatisierung meistens nicht empfehlenswert.
Hinweis: Premium-Plugin, nicht auf wordpress.org gelistet
Anzeigenverwaltung: Advanced Ads
Advanced Ads die gezielte Einbindung und Steuerung von Werbeanzeigen auf Beitrags-, Geräte- oder Nutzerebene. Ideal für Websites mit Monetarisierung, bei denen Anzeigenmanagement granular steuerbar sein soll. Hervorragender Support!
Funktion: Verwaltung und Platzierung von Anzeigen (inkl. AdSense, Banner, Affiliate), Targeting, Zeitsteuerung
Bewertung: ★ 4.9 / 5.0 (452 Bewertungen)
Nicht mehr empfehlenswerte, aber weit verbreitete Plugins
Trotz großer Verbreitung sollten einige Plugins heute vermieden werden. Gründe sind veraltete Technik, fehlender Datenschutz oder fehlende Weiterentwicklung.
Der Lock-in-Effekt bezeichnet die Abhängigkeit von einem bestimmten Plugin oder Theme, bei dem zentrale Inhalte oder Layouts nur innerhalb dieses Systems funktionieren. Ein Wechsel würde zum Verlust oder zur Zerstörung von Strukturen, Design oder Funktionen führen.
Contact Form 7
- Keine integrierte Spam-Abwehr
- Veraltete Architektur
- Hohe Spam-Quote ohne externe Tools
- Ersatz: WPForms oder Formidable Forms
Classic Editor
- Blockiert neue WordPress-Funktionalitäten (Full Site Editing)
- Keine Zukunftssicherheit
- Sollte nur bei zwingendem Legacy-Bedarf verwendet werden
Jetpack
- Monolithisches Plugin mit vielen ungenutzten Modulen
- Datenschutzbedenken durch Datenverarbeitung über US-Server (Automattic)
- Überflüssig, wenn man einzelne Funktionen gezielt durch spezialisierte Plugins ersetzt
WPBakery Page Builder
- Proprietäres Shortcode-System
- Nicht kompatibel mit Gutenberg
- Lock-in-Effekt und schlechter HTML-Output
- Keine moderne Codebasis
- Empfehlung: Nicht mehr einsetzen
Slider Revolution
- Hohe Ladezeiten
- Aufgeblähter Code
- In der Vergangenheit sicherheitsanfällig
- Slider sind nicht mehr state-of-the-art und werden grundsätzlich nicht empfohlen
Augen auf bei der Plugin-Auswahl
Die Auswahl der Plugins sollte 2026 klar funktional begründet sein. Leider installieren auch Entwickler häufig noch viel zu viel unnötige Plugins, weil die Auswahl riesig ist und die Versuchung groß, damit herumzuspielen.
Wer jede Anforderung mit einem weiteren Plugin löst, erhöht das technische Risiko unnötig. Die hier gelisteten Erweiterungen sind bewährt, gepflegt und decken so gut wie alle relevanten Anwendungsbereiche ab von SEO über Sicherheit bis hin zu Formularen und DSGVO. Mehr Plugins braucht normalerweise niemand und wenn dann sollte es immer gut begründet und getestet sein.
Wichtig: Um die Plugins jederzeit aktuell zu halten und Angriffe zu verhindern ist es Pflicht, eine regelmäßige Updates durchzuführen, dazu genügt bei WordPress ein Klick auf “Updates”. Alles andere macht WordPress voll automatisch und sicher.
Udo Raaf (Geschäftsführer)
Udo Raaf ist Publisher und SEO-Berater mit über 15 Jahren Erfahrung in der strategischen Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen, Agenturen und gemeinnützige Organisationen.
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